Zweibrücken
Tragischer Unfalltod eines 13-Jährigen auf A8: Neue Hinweise nach „Aktenzeichen XY“
Die Polizei Zweibrücken war während der ZDF-Sendung am Mittwochabend und danach die ganze Nacht über ein Sondertelefon erreichbar. Bis Donnerstagmorgen waren fast 50 weitere Hinweise eingegangen, so ein Sprecher der Polizei. Ein Großteil habe sich auf das gesuchte Fahrzeug – laut Zeugenbeschreibungen wahrscheinlich ein weißer Mercedes – bezogen. Bei vielen dieser Mitteilungen sei bisher aber kein konkreter räumlicher oder zeitlicher Bezug zum Unfall erkennbar. Dennoch würden auch diese Informationen sorgfältig überprüft, so weit das möglich ist, so die Polizei.
Etwas konkretere Hinweise, die eingingen, beziehen sich laut Polizei entweder auf das als merkwürdig beziehungsweise verändert beschriebene Verhalten namentlich benannter Personen in der Zeit direkt nach dem Unfall. „Sie sind insoweit interessant, als das die Benannten zum Unfallzeitpunkt im Besitz eines Fahrzeugtyps der gesuchten Art waren“, schreibt die Polizei. Andere Anrufer hätten aus eigenem Erleben das auffällige Fahrverhalten unbekannter Verkehrsteilnehmer am Unfalltag in unmittelbarer Nähe zum Unfallort geschildert, mit Fahrzeugen, die der Beschreibung des gesuchten Typs in einigen Punkten entsprechen.
Fall bereits zum dritten Mal im Fernsehen
Es war bereits das dritte Mal, dass der tödliche Unfall in der Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ gezeigt wurde. Bei dem Unfall am 1. Juli 2018 starb ein damals 13-jähriger Junge aus dem Donnersbergkreis, der mit seinem Stiefvater eine Motorrad-Spritztour ins Zweibrücker Outlet gemacht hatte. Auf dem Heimweg über die A 8 bei Zweibrücken in Richtung Saarland fuhr der besagte mutmaßlich weiße Mercedes von hinten auf das Motorrad des damals 37-jährigen Stiefvaters auf, der stürzte und sich schwer verletzte. Sein Stiefsohn, der als Sozius hinten auf der Harley-Davidson gegessen hatte, starb noch am Unfallort. Der Autofahrer, der den Unfall verursacht hatte, flüchtete und konnte bis heute nicht gefunden werden.
Die Polizei Zweibrücken versichert, dass sie allen neuen, nach der Sendung am Mittwoch eingegangenen Hinweisen zügig und sorgfältig nachgehen werde.