Fußball
Tiefer Rasen statt Flachpass-Feuerwerk: Battweiler empfängt Ramstein
Vor heimischer Kulisse startet der SV Battweiler am Sonntag um 14.30 Uhr in die zweite Halbserie der Fußball-Bezirksliga Westpfalz. An den ersten fünf Spieltagen der Rückrunde ist das Team viermal Gastgeber. Spielertrainer Pablo Geßner sieht die Spieltagsabfolge für seine Mannschaft positiv: „Wir sind daheim, in unserem gewohnten Umfeld mit unserem kleinen Platz, der unserer Spielart entgegenkommt, schon noch einen Ticken stärker als auswärts.“ Er hat sich unter der Woche immer mal wieder Zeit genommen, um sich persönlich von dem gegenwärtigen Zustand des Naturrasens zu überzeugen. Denn da das Gelände tief in der Senke neben einem Bachlauf liegt, schlucke der Platz das Wasser nicht immer so zügig wie gewünscht. „Dadurch wird er recht schnell tief. Aber ich habe mich vergewissert, dass mal kein Wasser draufstand“, deutet er grünes Licht fürs Heimspiel gegen den FV Ramstein an. Geschont wurde er auch, denn unter der Woche kann der SVB zum Trainieren auf den Rasenplatz in Oberauerbach ausweichen.
Landesliga-Absteiger FV Olympia ist, im Vergleich zu Mittelfeldplatz acht der Gastgeber, als Tabellendritter auf klarem Aufstiegskurs und muss, um auch nach dem Spieltag weiter vorne mitzumischen, am Sonntag drei Punkte entführen. Sicher möchte sich die Mannschaft von Spielertrainer Jonas Jung zusätzlich für die 1:2-Heimniederlage gegen den SVB im letzten August revanchieren. „Ramstein spielt eine konstante Runde und ist berechtigterweise im Kampf um die Meisterschaft dabei“, sagt der SVB-Coach Geßner über den Gegner.
Drei gute Torjäger
„Wir werden ihnen wieder mutig gegenübertreten, denn in Ramstein haben wir ein gutes Spiel gemacht und hätten den Sack schon früher zumachen können. Darum verstecken wir uns zu Hause auf keinen Fall“, deutet Geßner an, gut vorbereitet auf die Olympia zu sein. „An den Ergebnissen ist schon abzulesen, wie ausgeglichen die Bezirksliga ist. Jeder kann jeden mal schlagen, dadurch musst du sowieso jede Woche eine konstante Top-Leistung abrufen.“ In der Defensiv-Statistik gehört der FVR mit 24 Gegentoren zu den Top drei. Zudem haben die Gäste gleich drei gute Torjäger: Josef Hindi und der regionalligaerfahrene Jonas Jung trafen je elfmal, Stefan Bosle neunmal. „Von daher werden wir am Sonntag nicht umhinkommen, immer mal gefährliche Situationen durch sie zu haben“, weiß Geßner.
Spannend wird es laut Geßner allemal, wenn auch beide Teams wegen der schwierigen Platzverhältnisse wohl nicht mit ihrem favorisierten schnellen Flachpassspiel für Zungenschnalzen sorgen werden. Beide steigerten sich im Saisonverlauf und setzten sich letztlich in ihrem Tabellenbereich fest. „Ein Stück weit wird es ein typisches Kampfspiel. Ich sehe schon, dass uns die Bedingungen entgegenkommen. Auch wenn das womöglich Gezeigte nicht unserer Idee vom Fußballspielen entspricht, sind wir eine Truppe, die als Team sehr gut agiert, der diese Spielart auch liegt und die das bedingungslos annimmt.“
Annehmen ist dazu ein Stichwort, das der 27-Jährige mit Verbandsliga-Erfahrung in Bezug auf seine Jungs direkt aufgreift und mit einer positiven Grundstimmung verbindet. „Wir haben zuletzt das ein oder andere verändert. In einer Art und Weise, die extremer war, als man es sich in einem Punktspiel vielleicht unvorbereitet wagen würde. Die Jungs stehen immer hinter unseren Ideen im Trainerteam, sie nehmen es an, tragen es mit. Keiner verschließt sich davor, egal, ob es hinterher funktioniert hat oder nicht.“ Was genau er damit meint, will er im Detail nicht erläutern, da die Gegner sicher mitlesen. „Vorbereitungsspiele dienen ideal dazu, Spielsituationen zu simulieren, die in der Runde auftreten können und auf die man da, anders als erwartet, womöglich viel riskanter reagieren kann. So geht man nicht unvorbereitet an die Sache, falls so was mal im Punktspiel auftreten sollte.“