Zweibrücken Thema: aus für Zweibrücker Flughafen:

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So so, Frau Wilhelm, das ist nicht das Europa, das Sie wollen. Wir Deutschen sind doch die größten Profiteure dieser EU. Dies bekommen wir gebetsmühlenartig von den Vertretern der beiden großen Volksparteien, also auch von Ihrer Partei, erzählt. Fest steht, Nutznießer ist nicht die arbeitende Bevölkerung. Vielmehr profitieren das obere Management und die Großaktionäre der Daxkonzerne. Diese Konzerne sind jedoch zum großen Teil nicht mehr in deutschem, sondern in internationalem Besitz. Ihre Aussage, wir wären in der Westpfalz in Kenntnis dieser Entwicklung nicht wählen gegangen, ist unerhört. Dem Wahlvolk wird doch von den Politkern immer erzählt, wählen zu gehen sei das höchste freiheitliche Gut. (...) Lieber Herr Salzmann,Ihre Meinung in der Wochenend-Kolumne, der BUND wolle die EU reinwaschen, ist schon eine recht eigenwillige Interpretation der Fakten. Ihre Schlussfolgerung aus dem Schreiben von Monika Wulf-Mathies ist dagegen logisch falsch. Frau Wulf-Mathies, schreiben Sie, habe festgestellt, „dass Flughäfen mit geringem Verkehrsaufkommen nur dann mit EU-Mitteln unterstützt werden dürfen, wenn sie sich in abgelegenen Gebieten und mehr als 100 Kilometer Entfernung zu Flughäfen mit einem Passagieraufkommen von mehr als einer Million im Jahr befinden“. Daraus schlussfolgern Sie, dass Zweibrücken hätte gefördert werden dürfen, da kein Flughafen im Umkreis von 100 Kilometer über eine Million Passagiere hat(te). Leider falsch! Sie haben das Wort „und“ ignoriert. Nur wenn beide Bedingungen (abgelegenes Gebiet, mehr als 100 Kilometer Entfernung zu einem großen Flughafen) zutreffen, lösen sie, wegen der Und-Verbindung, als Konsequenz die Unterstützung mit EU-Mitteln aus, so jedenfalls lautet ein Gesetz der Logik. Dass Zweibrücken in einem abgelegenen Gebiet liegt, kann niemand behaupten (es gibt eine Werbung, wonach Zweibrücken im Herzen Europas liegt). Somit trifft eine der beiden Bedingungen nicht zu und somit auch nicht die Konsequenz. Logik und Flugbetrieb in Zweibrücken scheinen ganz offensichtlich nicht zueinander zu passen. Was für mich offen bleibt, ist die Frage, warum Zweibrücker Redakteure (immer wieder!) Fakten ignorieren und Logik missbrauchen, wenn es um den Flugbetrieb in Zweibrücken geht. Lieber Herr Moschel, Sie scheinen offensichtlich ein Problem mit Contwig und dem Contwiger Freibad zu haben. Wie sonst lässt sich erklären, dass Sie einen solch unpassenden Vergleich anstellen? Ein Wirtschaftsunternehmen (Flughafen Zweibrücken GmbH) kann, wenn das Konzept stimmt, einen Gewinn erzielen. Eine kommunale Einrichtung wie das Contwiger Freibad – das liegt in der Natur der Sache – ist immer vom Wetter abhängig, das heißt schöner Sommer geringe oder keine Verluste, schlechter Sommer höhere Verluste. Den positiven Effekt, den ein Schwimmbad auf die Gesundheit der Bevölkerung hat, lassen Sie bei Ihrem Vergleich vollkommen außer Acht. Ein Schwimmbad hilft indirekt Kosten im Gesundheitswesen zu sparen. Außerdem: Nicht jede Familie kann sich einen Sommerurlaub im Ausland leisten. Die preiswerte Alternative lautet: Freibad Contwig! Falls Sie weiterhin solche (ungerechtfertigten) Vergleiche anstellen wollen, dann fragen Sie beim nächsten Mal doch bitte: Braucht Zweibrücken ein Freibad und ein Hallenbad? Oder braucht Zweibrücken eine Fischtreppe? Um kluge Sprüche ist die CDU in Mainz nie verlegen. Julia Klöckner gehe es zuerst um das Land und dann um die Partei – das haben wir schon zigmal gehört. Der Fall des Flughafens Zweibrücken zeigt, dass das Gegenteil der Fall ist. Anstatt wie die CDU in Zweibrücken über Parteigrenzen hinweg an Lösungen zu arbeiten, versucht Julia Klöckner, die Insolvenz politisch auszuschlachten und der Landesregierung in die Schuhe zu schieben. Das ist ein Armutszeugnis für die CDU-Chefin. Hier offenbart sich mal wieder, wie unfähig die beiden Landesregierungen sind. Die eine in ihrem Wahn „Flughafen einer Landeshauptstadt“ zu sein sowie die älteren Rechte zu haben (...) und die andere, die völlig überrascht ist, dass nach Jahren der ergebnislosen Verhandlungen plötzlich ein Machtwort gesprochen wird. Hat ja niemand geahnt! Brüssel hat sich für Ensheim entschieden, obwohl Zweibrücken eine 700 Meter längere Start- und Landebahn hat. Den Parteien ist die Sicherheit der Passagiere völlig egal, bis zum ersten Unfall. (...) Die Landesregierungen sollten endlich zusammengelegt werden, und Brüssel sollte die vielen Ausflüge nach Straßburg einstellen, dann wäre genug Geld übrig. Gemeinsam wäre sicher eine bessere Lösung möglich gewesen. So haben wir uns Europa nicht vorgestellt.

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