Handball RHEINPFALZ Plus Artikel SV 64 Zweibrücken reist mit angeschlagenem Coach nach Pforzheim

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Umarmen verboten! Das gilt am Samstag, wenn sich Stefan Bullacher, Trainer des Handball-Drittligisten SV 64 Zweibrücken, und Alexander Lipps, Trainer der SG Pforzheim/Eutingen, vor dem Duell ihrer Teams in Pforzheim begegnen (Anwurf 20 Uhr). Das hat ausnahmsweise nichts mit Corona zu tun, sondern mit einem Fahrradunfall des Zweibrückers.

Die Coaches kennen sich schon einige Jahre, schätzen sich nicht nur, sondern mögen sich auch. Dass die sonst übliche freundschaftliche Umarmung ausfallen muss, ist einer Bullacherschen Verletzung geschuldet. „Rippen gebrochen“, vermeldet der SV-Coach, der das Training der Zweibrücker vor der Partie in Pforzheim zwangsläufig sitzend leitete. Nach einem Fahrradunfall am Wochenende ist die Bewegungsfreiheit des 52-Jährigen stark eingeschränkt. Auch jubeln könnte schmerzhaft werden. „Ich freue mich aber, dass wir uns sehen“, sagt Bullacher.

Über einen weiteren Grund zum Jubeln in dieser Saison würde er sich nach dem guten Saisonstart seiner Jungs sicher auch freuen. „Das ist eine verdammt schwere Aufgabe“, weiß Bullacher aber mit Blick auf die Partie in Pforzheim. In der Vorbereitung trafen sich die Mannschaften zum Testspiel – und das war aus SV-Sicht eine Partie zum Vergessen. „Die Teams kennen sich wirklich gut“, weiß Bullacher, dass es keine großen taktischen Geheimnisse gibt. Dazu kommt, dass beide Trainer die gleiche Philosophie verfolgen. Aus der eigenen Jugend Talente aufbauen und sie fördern, ist ein Markenzeichen beider Coaches, die in ihrem Verein stark im Jugendbereich engagiert sind.

Ähnliche Philosophie in Pforzheim und Zweibrücken

Jüngster Pforzheimer Erfolg dieser Arbeit: Außenspieler und U19-Europameister Nico Schöttle hat bereits einen Vertrag beim Erstligisten TVB Stuttgart unterschrieben. Auf der rechten Seite sorgt seit dieser Runde Tim Ganz für Torgefahr. Ganz kam vom Erstligisten Rhein-Neckar Löwen.

Freundschaftliche Geschenke vonseiten Alexander Lipps erwartet Stefan Bullacher in den 60 Spielminuten nicht. Im Gegenteil. Nach der Niederlage des Tabellensiebten Pforzheim (3:3 Punkte) in Haßloch „sind die sicher noch einmal mehr motiviert“. Die Zweibrücker fahren nach dem Sieg gegen Oftersheim/Schwetzingen aber mit breiter Brust nach Pforzheim. „Wir haben nichts zu verlieren“, unterstreicht Bullacher, dass sich sein Team in der Außenseiterrolle ganz wohl fühlt. Allerdings bereitet dem verletzten Coach ein angeschlagener Spieler Sorgen: Abwehrchef Tom Grieser plagt die Leiste. Ob er spielen kann, entscheide sich kurzfristig, sagt Bullacher, der ansonsten hofft, der einzige SV-Patient zu bleiben.

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