Handball
SV 64 Zweibrücken findet im Derby zu alter Stärke zurück
„Hochverdient“, freute sich SV-Trainer Rüdiger Lydorf. „Hochmotiviert“, schilderte er, sei seine Mannschaft schon vor dem Anpfiff in der Kabine gewesen. Es gab offensichtlich einiges, was auf dem Platz klargestellt werden sollte: dass der SV noch gewinnen kann – sogar auswärts. Dass er noch Tore werfen kann. Und dass die Zweibrücker Mannschaft besser als die Köllertaler Spielgemeinschaft ist. All das wurde, auch ohne die erkrankte Janine Baus, eindrucksvoll bewiesen.
„Ehrlicherweise muss man sagen, dass wir gar nicht so viel anders als zuletzt gespielt haben. Der große Unterschied war, dass wir unsere Chancen dieses Mal sehr konsequent genutzt haben“, freute sich der SV-Trainer. Die Grundlage für den Erfolg war wieder eine defensiv gut arbeitende Mannschaft mit einer vor allem in den ersten 30 Minuten stark haltenden Annalena Zahm im Tor. Ein starke Partie spielte auch Sarah Lauer am Kreis. Sie schuf Räume, holte Strafwürfe heraus, die Marie-Luise Kiefer allesamt sicher verwandelte.
Kurze Unruhe im zweiten Abschnitt
Annalena Frank brachte die Zweibrückerinnen erstmals in Führung. Danach gelang es Köllertal im gesamten Spiel nicht, selbst einmal in Führung zu gehen. Bis zum 4:4 blieb es eine ausgeglichene Partie, dann drehte Zweibrücken auf, nutzte seine Gegenstoßchancen. „In der ersten Hälfte haben wir nur eine Gegenstoßmöglichkeit nicht genutzt“, zeigte Lydorf einen gravierenden Unterschied zu den vergangenen Partien auf.
In der 15. Minute stellte Lucy Dzialoszynski, die gut Regie führte, mit ihrem Treffer zum 8:4 die Weichen schon auf Sieg. Bis zur Halbzeit bauten die dominierenden Zweibrückerinnen, die Köllertals sonst so treffsichere Admira Zvekic gut verteidigten, die Führung auf 16:8 aus. In 30 Minuten hatten sie so oft getroffen, wie in der Vorwoche in 60 Minuten.
Etwas zu sorglos
Konzentriert bleiben, lautete die Ansage. Denn Zweibrücken hatte schon einmal nach deutlicher Führung in Köllertal um einen Sieg bangen müssen. Kurze Unruhe kam auf, als Valerie Chaumet auf 14:19 verkürzte (46.). Bis dahin sei seine Mannschaft im zweiten Spielabschnitt etwas zu sorglos gewesen, rekapitulierte Lydorf. Mit einer Energieleistung erarbeitete sich Kiefer das Tor zum 20:14. „Das war ein Signal an die Mannschaft“, so Lydorf. Zweibrücken drehte auf und traf, und traf, und traf. „Ein schönes Gefühl“, bestätigte Lydorf.
So spielten sie
SV 64 Zweibrücken: Zahm - Schlicker, Dzialoszynski (7), Frank (4) – Pfeifer, Zimmermann (4) – Lauer; Kiefer (8/6), Jänicke, Döttling (2), Müller (1), Hilz (1)
Spielfilm: 4:4 (8.), 4:8 (15.), 7:14 (25.), 8:16 (Halbzeit), 12:17 (40.), 14:21 (49.), 18:27 (Ende) – Zeitstrafen: 2:5 – Siebenmeter: 2/2 - 6/6 – Zuschauer: 90 – Schiedsrichter: Hehn/Höger (HSG Friesenheim/TSG Haßloch).