Handball RHEINPFALZ Plus Artikel SV 64-Frauen unterliegen dem Tabellendritten FSG Ketsch/Friesenheim II mit 24:44

Janine Baus (hier rechts, beim Wurf im Spiel gegen Mundenheim) musste kurzfristig krank passen.
Janine Baus (hier rechts, beim Wurf im Spiel gegen Mundenheim) musste kurzfristig krank passen.

Nicht aufgeben, an der positiven Weiterentwicklung arbeiten: Diese Aufgabe erfüllten die Handballerinnen des SV 64 Zweibrücken auch beim vorerst letzten Oberliga-Auswärtsspiel, trotz erwartet klarer Niederlage. 24:44 (10:20) verloren das Team am Samstag beim Dritten FSG Ketsch/Friesenheim II.

Nach 15 Minuten nahm Eyub Erden, Trainer des Tabellendritten eine Auszeit. Rebecca Knoll hatte Zweibrücken gerade auf 5:7 herangebracht. Der FSG-Trainer nutzte eine Eishockey-Taktik, wechselte blockweise: sechs Spielerinnen runter, sechs neue Spielerinnen aufs Feld. In der Pause habe ihm Erden gesagt, dass er den Blockwechsel wiederholen werde, erzählte SV-Trainer Rüdiger Lydorf. Seine Antwort: „Mache ich auch so“, verriet er. Lachend, denn auf seiner Bank saßen mit Annalena Zahm und Maryam Midani gerade mal zwei Torhüterinnen und eine Auswechselspielerin fürs Feld. Kurzfristig hatte auch Janine Baus krank passen müssen. Rebecca Knoll und Katrin Hoffmann, beide nicht fit, stellten sich angesichts dessen in den Dienst der Mannschaft.

Also keine Blockwechsel auf SV-Seite. Aber ein paar gute Erkenntnisse: „Wenn wir die FSG in den stehenden Angriff bekommen haben, haben wir gut verteidigt“, lobte Lydorf. Auch Torhüterin Christina Grünewald, auf die in den 60 Minuten Angriff um Angriff zurollte, nutzte einige Gelegenheiten, sich auszuzeichnen. „Und wir haben es in der Anfangsphase sehr gut geschafft, das Tempo der FSG mitzugehen, haben einige Tore über die schnelle Mitte und die zweite Welle erzielt“, hob Lydorf hervor.

FSG bestraft Fehler sofort mit Gegenstößen

Weil der Kader der FSG aber groß genug für 60 Minuten Vollgas-Handball ist und zum Teil Bundesliga-Erfahrung besitzt, verlief das Spiel über 60 Minuten so wie erwartet: Ketsch/Friesenheim II setzte sich deutlich durch. Die erste Phase, in der den Gästen im Angriff zu viele Fehler unterliefen, setzte nach dem 8:9-Anschluss durch Knoll (19.) ein. „In der Folge haben wir uns zu viele Fehlwürfe und technische Fehler erlaubt, die hat Ketsch/Friesenheim eiskalt bestraft“, resümierte Lydorf. Binnen zehn Minuten zogen die FSG entscheidend auf 18:8 weg.

So spielten sie

SV 64 Zweibrücken: Grünewald - Hilz (1), Hoffmann (1), Jänicke (2) - Hartfelder (7/5), Bullacher (3) - Müller (2) - Knoll (8)

Spielfilm: 5:2 (10.), 9:8 (19.), 18:8 (28.), 33:18 (45.), 44:24 (Ende) - Zeitstrafen: 2:1 - Siebenmeter: 1/1 - 5/5 - Zuschauer: 50 - Schiedsrichter: Hehn (Friesenheim).

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