Zweibrücken Stichwort: Güterverkehr auf der Queichtalstrecke

Die Bahnlinie von Rohrbach bis Landau über Zweibrücken und Pirmasens-Nord war bis zum Krieg eine zweigleisige Hauptbahn und wurde laut Fritz Engbarth vom Schienenzweckverband durch die französische Verwaltung nach dem Krieg auf ein Gleis zurückgebaut. Der Güterverkehr wurde mit der Elektrifizierung der Strecke über Kaiserslautern umgeleitet. Es blieben nur Güterzüge, die in der Region starteten oder ihr Ziel dort hatten, etwa Holztransporte oder Lieferungen für das Zweibrücker Nagelwerk sowie die Reno in Thaleischweiler-Fröschen. Diese Verbindungen wurden eingestellt. Wer heute nachts einen Güterzug auf der Strecke fahren lassen wollte, müsste nachts die Stellwerke wieder besetzen. Bis 2020 gebe es keine Anmeldungen für Güterzugverkehr auf der Queichtallinie, auch weil in Landau und Karlsruhe ein Zug die Fahrtrichtung ändern müsste – bei Güterzügen eine aufwändige Prozedur. Zudem seien die Gleise der Bahnhöfe zu kurz für Begegnungen mit langen Güterzügen. (kka)