Zweibrücken Stadtnachrichten: XY-Unfall: Mittlerweile hundert neue Hinweise

Nach der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ sind bis gestern „alles in allem hundert Hinweise“ zu dem tödlichen Motorradunfall am 1. Juli auf der A 8 in Höhe von Zweibrücken eingegangen. Das sagte gestern Matthias Mahl, Leiter der Polizeiinspektion Zweibrücken, nach seiner Rückkehr aus München. Mahl hatte in der Sendung den Fall vorgestellt und um Hinweise auf den Fahrer des Autos gebeten, das das Motorrad gerammt und damit zum Sturz gebracht haben soll. Mahl sagte, während der Sendung seien 205 Hinweise zu den acht vorgestellten Fällen eingegangen, ein Viertel davon zu dem Zweibrücker Unfall. Nach den 50 Hinweisen während der Sendung seien seither rund 50 dazugekommen. Das sei eine beachtliche Zahl und nähre die Hoffnung, den Fahrer ermitteln zu können. Mahl sagte, dass die Polizei inzwischen fast sicher sei, dass es sich bei dem Auto, das den Unfall verursachte, um einen weißen Mercedes handelte, mit hoher Wahrscheinlichkeit der E-Klasse. Unter den neuen Hinweisen befänden sich „einige sehr interessante“. Es seien auch zusätzliche Fahrzeuge gemeldet worden, die an jenem Tag bei Zweibrücken unterwegs gewesen sein könnten. Die Polizei gehe nun jeder neuen Spur nach. Das gesuchte Fahrzeug müsse nicht zwingend in Deutschland gemeldet gewesen sein, sagte Mahl. Die Zeugen hätten nur registriert, dass das Auto ein weißes Nummernschild mit schwarzer Aufschrift hatte. Solche Kennzeichen haben inzwischen die meisten europäischen Länder. Bei dem Unfall am 1. Juli war ein 13 Jahre alter Junge aus dem Donnersbergkreis, der als Sozius auf der Harley Davidson saß, ums Leben gekommen. Der Fahrer, der Stiefvater des Jungen, überlebte schwer verletzt.