Zweibrücken Stadtmagazin: Von der Ukraine in die Westpfalz

Im Seniorenheim am Rosengarten feiert heute Ludmilla Weinert, geborene Blumenschein, ihren 90. Geburtstag. In der Ukraine kam die Jubilarin einst zur Welt. Im Landwirtschaftsbetrieb ihrer Eltern musste sie als junge Frau tüchtig anpacken. Nach dem Krieg wohnte Ludmilla Weinert viele Jahre in Kasachstan und Kirgistan. Mit Feld- und Waldarbeit verdiente sie sich in jenen Jahren ihren Lebensunterhalt. Seit einigen Jahren wohnt sie in Zweibrücken. Zu ihrem Geburtstag gratulieren unter anderem ihr Sohn, vier Enkel, acht Urenkel sowie Heimleitung und Pflegepersonal. Unbekannte stahlen in der Nacht zum Montag auf einem Firmengelände in der Hornbacher Straße in Rimschweiler Metall im Wert von zusammen 2400 Euro. Es handelt sich um 300 Kilogramm Messing, 600 Kilogramm Aluminium und 200 Kilogramm Kupfer. Zum Abtransport der Beute mit einem Fahrzeug wurde mit einem Bolzenschneider ein Zaun durchtrennt. Das teilt die Polizei mit, die Hinweise entgegennimmt unter der Telefonnummer 06332/9760. Am Wochenende fand in der Züchterklause des Kleintierzuchtvereins Zweibrücken die Rassekaninchen-Vergleichsschau der SR 165 Niederwürzbach und der P 77 Zweibrücken statt. Der erste Vorsitzende des Kleintierzuchtvereins, Gerhard Müller, ehrte Klaus Röder (Zweibrücken) mit dem Landesleistungsehrenpreis sowie mit dem ersten und zweiten Vereinsmeisterpreis. Dritter Vereinsmeister wurde Peter Walzer (Zweibrücken). Horst Lange erhielt die goldene Ehrennadel des Landesverbands der Rassekaninchenzüchter. Seit 40 Jahren ist er Mitglied im Kleintierzuchtverein Zweibrücken. Die Professoren Jörg Hettel und Manh Tien Tran vom Zweibrücker Hochschul-Fachbereich Informatik und Mikrosystemtechnik haben ein Fachbuch über die Entwicklung nebenläufiger Software mit Java herausgegeben. Laut der Hochschule kann es zu einem Standardwerk für erfahrene Softwareentwickler und Programmierer werden. Inhaltlich geht es um die interne Parallelverarbeitung von Computerprogrammen durch die heute üblichen Multicore-Prozessoren. Sie sollte bei der Softwareentwicklung von Anfang an berücksichtigt werden. Zum Verständnis: Parallele Abläufe sind kein ausschließlich technisches Phänomen. Sie beherrschen auch unseren Alltag, wenn wir beispielsweise in Teams arbeiten, unsere Termine koordinieren oder Aufgaben verteilen. Mit dieser Art der Parallelität kommen wir gut zurecht. Um sie in die Softwareentwicklung zu übertragen, müssen indes neue Abstraktionskonzepte angewendet werden. Das Buch „Nebenläufige Programmierung mit Java“ ist in deutscher Sprache erschienen. Es richtet sich auch an fortgeschrittene Studierende, die nebenläufige Konzepte in Projekten einsetzen wollen. Der bekannte Fußball-Schiedsrichter Markus Merk überreicht am Freitag im Schuhmuseum Hauenstein eine Spende von je 500 Euro an die Jugend der VB Zweibrücken und des SV Hinterweidenthal. Belohnt wird damit das soziale Engagement der beiden Vereine. Ein Motto der VB Zweibrücken heißt „Demokratie leben – 1:0 für ein Willkommen“. Dies ist gleichzeitig der Titel eines Integrationsprojekts mit Flüchtlingen. Der Verein richte den Fokus auch auf die Kinder- und Jugendarbeit, vor allem mit sozial benachteiligten Kindern, so Merk. Das zeige etwa die Kooperation mit der Heinrich-Kimmle-Stiftung und mit der Lern- und Spielstube. |jo/Foto: Steinmetz