Zweibrücken Stadt zeigt sich überrascht von Plänen der Bahn

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Für die Stadt sei es „etwas überraschend“ gewesen, dass der geplante Zweibrücker Bahnhaltepunkt Rosengarten in der Liste der potenziellen Haltestellen auftaucht, die im Rahmen der sogenannten Stationsoffensive der Deutschen Bahn gebaut werden könnten (wir berichteten gestern). Das sagte Stadtpressesprecher Heinz Braun auf Nachfrage. Für das Projekt sei kein Geld mehr im Haushalt eingeplant.

„Für uns ist es eigentlich kein Thema“, sagte Braun. Die Stadt wolle abwarten, bis die Pläne der Bahn und des Zweckverbandes Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd (ZSPNV Süd) konkrete Formen annehmen. Dann müsse sich die Bahn mit der Stadtverwaltung in Verbindung setzen. Wie berichtet, sollte die Haltestelle in der Landauer Straße, nahe dem Bootshaus der Wassersportfreunde, schon 2009 eingerichtet werden. Doch wurde unter anderem über die Sinnhaftigkeit des Projekts immer wieder gestritten. Braun erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass der ursprüngliche Plan die Bewerbung Zweibrückens als Veranstalter der Landesgartenschau einbezog. Der Halt wurde geplant, um einen besseren Zugang zum Rosengarten zu schaffen. Da die Landesgartenschau bekanntlich nie nach Zweibrücken kam, ist zumindest dieses Argument für das Projekt vom Tisch. Außerdem sollte die Haltestelle von Hofenfels-Schülern genutzt werden. Die können aber stattdessen auch mit dem Bus bis direkt vor die Schule fahren. Auch die Soldaten der Niederauerbach-Kaserne könnten an der Haltestelle Rosengarten ein- und aussteigen, hieß es damals von den Befürwortern. Braun bezweifelt aber, dass diese Möglichkeit rege genutzt würde. Außerdem gab es technische Probleme: Die Haltestelle würde im Bereich einer Kurve liegen. Schienen werden aber in Kurven außen etwas überhöht gebaut. Das hätte Probleme beim Ein- und Aussteigen verursachen können (wir berichteten am 15. April 2011). Laut Braun hieß es auch, dass die Bahn kein Geld für das Projekt geben wolle. 2013 dann wurde dem Stadtpressesprecher zufolge der Kostenansatz des städtischen Anteils für den Bau des Haltepunktes Rosengarten nicht mehr in den Haushalt eingestellt. Ein Jahr später sagte der Pressesprecher auf RHEINPFALZ-Nachfrage, die Planung sei zwar fertig und mit der Bahn abgestimmt, es gebe aber keine Pläne, den Bau voranzutreiben. Nun scheint das Thema doch noch einmal aktuell zu werden. „Wir wollen, dass der Haltepunkt eingerichtet wird“, betont Fritz Engbarth, Pressesprecher des Schienen-Zweckverbandes. Zurzeit würden Gespräche geführt zwischen dem Land, dem Zweckverband und der Bahn. Die Stadt Zweibrücken ist noch nicht im Boot. Man werde an die Verwaltung herantreten, sobald die Planungen konkreter werden, versichert Engbarth. Im Moment gebe es noch keinen Zeitplan, und auch die Frage der Finanzierung sei noch ungeklärt. „Uns geht es nicht mehr um das Ob“, stellt der Pressesprecher klar, dass der Haltepunkt Rosengarten aus Sicht des Zweckverbandes auf jeden Fall gebaut werden soll. Sicherheit bestehe aber erst, wenn die Verträge unterschrieben sind. Eisenbahnbetriebliche Untersuchungen, die andernorts durchgeführt werden müssen, seien in Zweibrücken nicht mehr nötig. Dass bereits Baurecht besteht, mache die Situation in Zweibrücken in einiger Hinsicht einfacher. |mefr

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