Zweibrücken Stadt warnt: Nicht angeleinte Hunde jagen Wildtiere
In den vergangenen Wochen sind dem Zweibrücker Ordnungsamt mehrere Fälle gemeldet worden, in denen Hunde Wild nachgestellt hätten. Gerade jetzt, wo viele Wildtiere Nachwuchs bekommen, seien die Muttertiere besonders schwerfällig und für Hunde eine leichte Beute, und nicht angeleinte Hunde seien eine große Gefahr für Rehkitze, junge Hasen und andere Jungtiere, teilt die Stadtverwaltung mit. Das Ordnungsamt appelliert an die Vernunft der Hundehalter, bei Spaziergängen im Wald und auf dem Feld die Hunde angeleint zu lassen.
„Vor allem in den Naherholungsgebieten rund um die Stadt kommt es immer wieder zu solchen Vorfällen. Wenn sich die Hundehalter nach einem solchen Vorfall wenigstens melden würden, damit man die schwer verletzten Tiere von ihrem Leiden erlösen kann und diese nicht jämmerlich ihren schweren Verletzungen erliegen“, schreibt Pressesprecher Jens John. Die Zweibrücker Jägerschaft berichtet von einzeln und auch von gemeinsam jagenden Hunden. Mitte Februar habe ein Zeuge von drei Hunden berichtet, die unangeleint und ohne Begleitperson durch ein Revier gestreift seien. Die Stadt bittet Zeugen, solche Vorfälle dem Ordnungsamt, Telefon 06332 871-329, oder der Polizei, Telefon 06332 9760, zu melden. Halter, deren Hunde Wildtiere hetzen, müssten mit einer Anzeige und Schadenersatzforderungen des Revierpächters rechnen. Zudem könnten strenge Auflagen zur Hundehaltung angeordnet werden.
Die Untere Jagdbehörde appelliert auch an Spaziergänger, vermeintlich verwaiste Jungtiere nicht mit nach Hause zu nehmen. Es sei völlig normal, dass Rehe ihre Kitze im Gras ablegen und nur zurückkommen, um den Nachwuchs zu säugen.