Fussball Stadt sagt Mini-WM der Grundschulen ab
Mit Ausnahme von 2020 (wegen Corona) haben die Grundschüler der vierten Klassen seit dem Debüt mit der Mini-WM 2006 im Zweibrücker Westpfalzstadion bei den jeweiligen RHEINPFALZ-Turnieren das „große Turnier“ – eine Welt- oder eine Europameisterschaft – vorab durchgespielt. Die Städte Zweibrücken und Homburg hatten dazu eingeladen, zuletzt hatten die Zweibrücker das aber im Alleingang organisiert.
In diesem Jahr steigt die richtige Weltmeisterschaft ab dem 20. November im Wüstenstaat Katar. Das Endspiel wird am 18. Dezember angepfiffen – sechs Tage vor Weihnachten. Also mitten im Winter, und nicht wie sonst im Sommer. Genau da lag auch eine der Schwierigkeiten, eine Mini-WM auszutragen. Denn während im Sommer draußen auf mehreren Kleinplätzen gleichzeitig gespielt werden kann, müsste diesmal in einer Sporthalle gekickt werden. Selbst wenn zum Beispiel in der Westpfalzhalle auf drei Feldern gleichzeitig gespielt werden könnte, sind die vielen Spiele von 32 Mannschaften in acht Vorrundengruppen kaum zeitlich in einem vernünftigen Rahmen durchzubringen.
Heim-Europameisterschaft 2024 fest im Visier
Dazu kommen die wieder steigenden Coronazahlen. Und nach den Herbstferien bliebe den Schulen wenig Zeit zum Organisieren ihrer Mannschaften – und um sich mitten im Schuljahr mit dem jeweils zugelosten Land im Unterricht zu beschäftigen. Das war sonst gegen Schuljahresende im Sommer eher drin. „Wir nehmen uns eins aber fest vor: Im Jahr 2024, wenn die Europameisterschaft wieder im Sommer und auch noch in Deutschland ausgespielt wird, wollen wir auf jeden Fall wieder eine Mini-Europameisterschaft veranstalten“, blickt Thomas Deller, der Leiter des städtischen Sportamtes, voraus.
„Für uns ist die gemeinschaftliche Organisation und Durchführung der Mini-WM und Mini-EM ein Highlight und eine große Herzensangelegenheit im Sport- und Schuljahr“, verdeutlicht dazu die städtische Beigeordnete Christina Rauch. Auch sie blickt mit Vorfreude auf die nächste gemeinschaftliche Ausgestaltung mit den Schulgemeinschaften. „Ich war früher schon selbst dabei und freue mich schon auf den Sommer 2024, wenn die Kinder wieder mit strahlenden Augen und ihren Fahnen ins Stadion einziehen, auf die spannenden Spiele und die unvergessliche Stimmung “, sagt Rauch.