Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Spiel der Woche: TSC II verteidigt seinen zweiten Tabellenplatz

Marcel Julier vom TSC Zweibrücken II beim Einwurf, die wie Flanken reinkommen. In der Jugend hat er sich mit seinem Bruder Pasca
Marcel Julier vom TSC Zweibrücken II beim Einwurf, die wie Flanken reinkommen. In der Jugend hat er sich mit seinem Bruder Pascal duelliert, wer weiter werfen kann, aber ansonsten trainiert er das nicht.

Das Ergebnis war mit 1:5 aus Sicht der Gastgeber am Sonntag deutlich. Nach schwachen ersten 45 Minuten und mit ein paar Wechseln und Umstellungen beim Gastgeber zum Wiederanpfiff, verlief die Partie in der B-Klasse zwischen dem SV Großsteinhausen und dem TSC Zweibrücken II nicht mehr so deutlich für die Gäste.

Was unter der Nummer 28 auf dem TSC-Trikot stand, war „Gensheimer“, es steckte aber Marcel Julier darin. „Meine Rückkehr war zu kurzfristig, das wird demnächst angepasst“, klärte Marcel Julier über diesen Umstand auf. Vor über einem Jahr hatte er sich einen Knorpelschaden im Sprunggelenk zugezogen, setzte seitdem aus und wollte sogar gänzlich mit dem Kicken aufhören. „Es hat zuletzt immer mehr gekribbelt, im Januar bin ich wieder eingestiegen“, fuhr Marcel Julier fort.

Es war am Sonntag demnach sein erstes offizielles Pflichtspiel nach dieser langen Zeit. Und das ließ sich sehr gut an für den 25-jährigen: 19. Spielminute, ein Steckpass in den Strafraum hinter die Abwehrkette des SV Großsteinhausen, und Marcel Julier schob sicher zur Gästeführung ein. „Es freut mich riesig für meinen Bruder, es war heute so, als ob der nie weg gewesen wäre, ich glaube, es gibt nur wenige, die so gut auf der rechten Seite spielen wie er und zudem so weite Einwürfe schaffen“, berichtete Pascal Julier seinen Eindruck vom Einstand seines Bruders. Die Juliers spielten, wie seit Jugendzeit, auf der rechten Seite hintereinander. Pascal offensiv, Marcel den defensiven Part, wobei sie sich im Spielverlauf immer wieder abwechseln. Je nachdem wie lange die Luft reiche, teilten sie gleichzeitig dazu mit.

Tief gestaffelt

Mit etwa einem halben Dutzend Spieler, die teilweise zweite Mannschaft spielen, begann SVG-Spielertrainer Maximilian Kochmann die Begegnung in der B-Klasse gegen den Tabellenzweiten. Die Heimmannschaft war in den ersten 45 Minuten tief gestaffelt, der TSC II stand höher und presste frühzeitig, sodass sie ihrerseits ruhig von hinten heraus aufbauen konnten oder bei aufgenommenen Fehlpässen schnell in die Spitze spielen konnten.

Der zweite Gästetreffer fiel nach 36 Minuten und war eine Kopie des ersten. Fabian Bayer steckte in den Strafraum durch auf seinen Spielertrainer Sebastian Meil. Praktisch mit dem Halbzeitpfiff war es dann Bayer selbst vergönnt, einen Treffer zu erzielen, die Vorlage kam von Marcel Julier.

Ab der Pause im 4-4-2

Mit einem dreifachen Wechsel und fortan im 4-4-2 versuchte der letztjährige Vizemeister, Schadensbegrenzung zu halten. Zunächst sah es nicht danach aus, als ob dies gelänge. Marcel Boßlet erhöhte nämlich früh auf 4:0 für die Bubenhauser. Damit bewies Spielertrainer Meil einen guten Riecher, denn er wechselte sich zu Wiederanpfiff für den Torschützen selbst aus. „Jetzt aber nicht nachlassen“, rief Meil von Außen seinen Spielern ob der klaren Führung zu.

Doch genau das taten sie, beziehungsweise der SVG hatte nun nichts mehr zu verlieren und wirkte befreiter. Auch der eingewechselte Martin Hüther belebte das Spiel der Heimmannschaft. Vor allem bei Standards wurden sie nun gefährlich. Folglich schaffte Marcel Garus den Anschlusstreffer nach einer Ecke, nachdem die Zweibrücker Abwehr unsortiert war. „Marcel Garus ist nicht nur ein super Verteidiger, der mit dem Kopf gut ist, der kann auch sehr gut kicken, diese Variante werde ich in Zukunft öfters spielen lassen“, kündigte Kochmann an.

Fabian Vollmar und Peter Tretter hatten weitere Möglichkeiten, die sie allerdings ungenutzt ließen. „Das Spiel in der zweiten Halbzeit war nicht mehr so ansehnlich, zum Glück war der Gegner auch nicht besser als wir und so passierte nichts mehr“, meinte Sebastian Meil. Wobei er damit seinen insgesamt 23. Saisontreffer in der Schlussminute zum 1:5 Auswärtserfolg nicht unter den Tisch fallen lassen wollte. Der TSC II bleibt damit auf Rang zwei und ist weiterhin voll im Aufstiegskampf dabei.

So spielten sie

SV Großsteinhausen: Edinger - Kochmann, Garus, Vollmar - Ropönus (46. Neumann), Schönborn (37. Schott), Busse (79. Schönborn) , Tretter - Veith (46. Stuppy), Sangmeister (46. Hüther) - Akguen

TSC Zweibrücken II: Eitel - Golschewski, Arreche, Baur - Marcel Julier, Beljuli (81. Bayer), Ohle, Brennemann (70. Hofer) - Pascal Julier, Bayer (70. Meil), Meil (46. Boßlet)

Tore: 0:1 Marcel Julier (19.), 0:2 Meil (36.), 0:3 Bayer (45.), 0:4 Boßlet (50.), 1:4 Garus (53.), 1:5 Meil (90.)- Gelbe Karten: Akguen, Stuppy, Schönborn - Beljulji - Beste Spieler: Garus - Marcel Julier, Ohle - Zuschauer: 85 - Schiedsrichter: Hauck (Rieschweiler).

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