Zweibrücken Spelten: Nunold ist der Verwaltung hörig

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Das Feuer unterm Dach der Zweibrücker Linken wütete offenbar noch schlimmer als ursprünglich angenommen. Das lässt sich aus der Kritik schließen, die Thorsten Spelten, der Parteivorsitzende, an Matthias Nunold, dem Fraktionsvorsitzenden, übt.

Spelten wirft Nunold „Hörigkeit gegenüber der Stadtverwaltung“ vor. Spelten sagte, Nunold könne offenbar den Gewissenskonflikt nicht überwinden, seinen Arbeitgeber konstruktiv zu kritisieren. Matthias Nunold war einst als Arbeiter von der Stadtverwaltung eingestellt worden. Als Arbeiter durfte Nunold für den Stadtrat kandidieren. Wäre er Angestellter oder Beamter, dürfte er nicht im Rat sitzen. Das Rathaus setzt Nunold derzeit im Freibad ein. Das Tischtuch zwischen dem Parteivorsitzenden Spelten und dem Fraktionsvorsitzenden Nunold ist spätestens seit dem 14. März zerschnitten. Spelten sagt, Nunolds Verhalten damals habe „das Fass zum Überlaufen gebracht“. Die Stadt hatte damals eine Demonstration für Vielfalt und gegen Rechts unrechtmäßig aufgelöst. Die Linkspartei habe Nunold seinerzeit aufgefordert, als Fraktionsvorsitzender im Stadtrat Stellung für die Linkspartei zu beziehen und die Verwaltung zu kritisieren. Nunold aber habe sich in Schweigen gehüllt, so Spelten. Erst als der Landesverband eingeschaltet wurde, habe er sich gerührt. Nunold selbst wollte sich nicht näher zu dem Konflikt äußern. Er sagte aber, dass er bis zur Neuwahl des Stadtrats Vorsitzender seiner Fraktion bleiben wolle. Der Konflikt zwischen Spelten und Nunold ist nicht der erste in der Linkspartei. Bernhard Schneider war aus der Fraktion ausgetreten, nachdem die Partei von ihm verlangt hatte, das Hartz IV-Beratungsbüro nutzen zu dürfen, was Schneider abgelehnt hatte. Atilla Eren wiederum hatte die Partei aus Unzufriedenheit verlassen. Er tritt nun als unabhängiger OB-Kandidat an.

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