Zweibrücken Sonntagsspaziergang für den Tabellenführer

RIESCHWEILER. Hochverdienter 6:0 (3:0)-Auswärtssieg für den TSC Zweibrücken in der Fußball-Bezirksliga Westpfalz bei der zweiten Mannschaft der SG Rieschweiler. Der Tabellenführer war in allen Belangen überlegen und hätte bei konsequenter Chancenverwertung noch höher gewinnen können.

Dies war auch der einzige Kritikpunkt, den Zweibrückens Spielertrainer Sanel Nuhic nach Spielende anführte. „Wir sind einfach zu lässig mit unseren Chancen umgegangen, was bei einem stärkeren Gegner ins Auge gehen kann“, sagte er, wollte sein Team nach einem 6:0-Sieg aber nicht stärker kritisieren, denn dazu war der Spielverlauf zu eindeutig. Die erste Halbzeit begann mit stürmischen Angriffen des Tabellenführers, der nach sieben Minuten durch Mentor Shabani nach schöner Einzelaktion mit 1:0 in Führung ging. Shabani spielte nach einem sehenswerten Pass in die Tiefe auch noch Rieschweilers Torhüter Jan Ohle aus und schob den Ball überlegt ins leere Tor. Zweibrücken zeigte spielerische Klasse, ließ Ball und Gegner laufen. Durch frühzeitiges Pressen zwang der TSC die Abwehr der SG Rieschweiler immer wieder zu Fehlpässen. Doch in dieser Phase – zwischen dem ersten Tor und der 30. Minute – wurden zu viele Chancen vergeben. So scheiterten Diego Enache (17., 27.) zweimal am gut reagierenden SGR-Torhüter Jan Ohle, Rene Müller mit Freistoß (22.), sowie TSC-Goalgetter Philip Jakob frei stehend vor Ohle mit einem verunglückten Lupfer (30.). „Ich hätte in dieser Situation einfach draufhalten sollen, als so einen Kunstschuss zu probieren“, übte sich Jakob in Selbstkritik. So dauerte es bis zur 34. Minute, ehe Enache mit einem Flachschuss zum 2:0 für den TSC traf. Enache legte das 3:0 (40.) nach, als er nach einem Querpass von Abwehrspieler Tobias Schön am langen Pfosten den Ball nur noch einschieben musste. Rieschweilers einzige kleine Torchance in Durchgang eins war ein Freistoß von Nicolai Blauth (20.), der eine sichere Beute von TSC-Keeper Martin Kozel wurde. Er verlebte gestern einen sonnigen und geruhsamen Nachmittag. Die zweite Halbzeit geriet zum Ebenbild der ersten Hälfte. Zweibrücken machte das Spiel, Rieschweiler, das personell geschwächt war, konnte in der Offensive keine Akzente setzten, denn die TSC-Abwehr ließ keine Torchancen zu. Nach der Einwechslung von TSC-Spielertrainer Nuhic (66.) gab es wieder mehr Torchancen für den Spitzenreiter. So scheiterten der agile Enache (67.) und Mittelfeldspieler Emre Göz (69.) zweimal am guten SGR-Keeper Ohle. Drei Minuten später machte es Göz besser, als er den Ball nach Shabani- Pass über den Torhüter zum 4:0 einlupfte (72.). Und dann kam doch noch die Zeit von Jakob, Zweibrückens Torschützen vom Dienst. Mit seinen beiden Treffern zum 5:0 und 6:0 (74., 82.), das gleichzeitig den Entstand bedeutete, gelangen ihm seine Saisontore 21 und 22. „In diesen Situationen habe ich einfach draufgehalten, was ja meine Stärke ist“, war Jakob am Ende doch mit seiner Leistung zufrieden. Für Rieschweilers Spielertrainer Jörg Lefebre war die Niederlage vorhersehbar. „Dass wir gegen die Spitzenmannschaft aus Zweibrücken chancenlos waren, habe ich bei unserer dünnen Spielerdecke schon vorher geahnt“, stellte Lefebre hinterher fest. „Wir müssen unsere Punkte gegen den Abstieg gegen andere Teams der Liga holen, nicht gegen den TSC Zweibrücken.“ (srh)

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