Kampfsport RHEINPFALZ Plus Artikel Sok-Ti-Gym Contwig: Muay Thai und K1 fesseln 500 Zuschauer bei zweitem Kampfsport-Event

Hat ein ausgezeichnetes Auge für den Kampf: Premieren-Sieger Nasir Yusifov aus Contwig (links, hier gegen den Kaiserslauterer Ma
Hat ein ausgezeichnetes Auge für den Kampf: Premieren-Sieger Nasir Yusifov aus Contwig (links, hier gegen den Kaiserslauterer Maxime Koop).

Es war ein Debüt mit Nervenstärke: Die 16-jährige Lena Kennel aus Rieschweiler punktet sich in drei Runden zum Sieg. Wer dabei von der Familie alles mitfiebert.

„Wir gehen in die zweite Runde“, sagte Organisator und Kampfsporttrainer Ronny Freyer. Gemeint war die Neuauflage des Kampfsport-Events seiner Contwiger Kampfsportschule Sok-Ti-Gym, das vom Samstagnachmittag bis in die Abendstunden in der Turnhalle der Integrierten Gesamtschule (IGS) Contwig über die Bühne ging. Rund 500 Zuschauer verfolgten die Veranstaltung.

40 Kämpferinnen und Kämpfer aus 14 befreundeten Vereinen der Region traten dabei in den Disziplinen Muay Thai und K1 gegeneinander an. Auch zwei Vereine aus dem benachbarten Frankreich – aus Saargemünd und Forbach – waren vertreten. „Unsere Premiere Ende April des vergangenen Jahres war ein großer Erfolg. Das hat uns motiviert, die Veranstaltung erneut auf die Beine zu stellen“, erklärte Freyer. Auf dem Programm standen 20 Amateurkämpfe mit Jugendlichen und Erwachsenen: vom Debütanten bis hin zu Sportlern mit bereits zehn absolvierten Kämpfen.

Durch „Rocky“-Filme zum Kampfsport inspiriert

Einen besonderen Moment erlebte die 16-jährige Lena Kennel aus Rieschweiler. Die Schülerin der Mannlich-Realschule in Zweibrücken bestritt ihren ersten Muay-Thai-Kampf vor Publikum. Seit eineinhalb Jahren trainiert sie regelmäßig im Sok-Ti-Gym unter Regie ihres Trainers Ronny Freyer. Auf der Tribüne fieberten ihre Eltern und ihre beiden Schwestern mit. Lenas Gegnerin Viktoria Stang vom Lauterer Knockout Team stand ebenfalls zum ersten Mal im Ring. Nach drei Runden à zwei Minuten setzte sich Kennel knapp nach Punkten durch. „Kurz vor dem Kampf war ich sehr nervös und auch etwas unsicher. Ich wusste, dass meine Gegnerin aus Kaiserslautern kommt, wo ebenfalls auf hohem Niveau trainiert wird“, sagte die 16-Jährige nach ihrem Sieg.

Mit ihren präzisen Geraden und wirkungsvollen Lowkicks setzte sie die entscheidenden Akzente. Auch einige Kniestöße fanden ihr Ziel. „Am Ende haben wir beide gemerkt, dass die Kräfte langsam nachließen“, berichtete sie. Selbst musste sie aber nur wenige Treffer einstecken. Zum Kampfsport sei sie tatsächlich durch die „Rocky“-Filme mit Sylvester Stallone gekommen. „Das hat mich dazu inspiriert“, erzählte sie. Stolz auf die Leistung seiner Tochter war Vater Achim Kennel. Während des Kampfes habe er aber durchaus mitgelitten. „Erst nach dem Schlussgong habe ich gemerkt, wie aufgeregt ich tatsächlich war. Ich war ganz fertig“, gab er lachend zu. Früher habe er selbst Judo betrieben, während seine Frau Basketball spielte.

Organisator Freyer lobt Yusifovs Kampfübersicht

Positiv überrascht war Organisator Ronny Freyer von seinem Schützling Igor Gorokhov, der gegen Jannik Strang vom Muay Thai Jägersfreude aus Saarbrücken antrat. „Ich hätte im Vorfeld nicht gedacht, dass Igor eine so gute Ausdauer hat. Nach einigen akrobatischen Aktionen zu Beginn hat er sich auf die Grundlagen konzentriert, die wir trainiert hatten. Vor allem seine stabile Deckung hat ihm letztlich den Sieg gebracht. Wenn er im Training noch eine Schippe drauflegt, hat er großes Potenzial“, lobte Freyer.

Ebenfalls den ersten Sieg feierte der Contwiger Nasir Yusifov gegen Maxime Koop vom Knockout Gym Kaiserslautern. „Nasir hat unglaublich fleißig trainiert. Er setzt technische Vorgaben sehr schnell um und verfügt über ein ausgezeichnetes Auge für den Kampf. Er erkennt gegnerische Angriffe oft schon im Ansatz. Ich halte ihn für ein großes Talent“, sagte sein Trainer. Für die Kampfsportschule Zweibrücken stieg Elias Guth gegen Fabian Frühauf vom Martial Arts Gym St. Ingbert in den Ring. Nachdem Guth nach zwei Runden in Führung gelegen hatte, wurde er unglücklich von einem Kniestoß in die Lebergegend getroffen. Der Kampf musste daher durch technischen K.o. beendet werden.

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