Zweibrücken So soll ein Bachufer zur Hundewiese werden

Die Rückhaltefläche am Netto-Markt in Bubenhausen soll zur Hundewiese erklärt werden.
Die Rückhaltefläche am Netto-Markt in Bubenhausen soll zur Hundewiese erklärt werden.

Zwei Jahre lang hat die Stadt nach einem geeigneten Gelände gesucht, auf dem man Hunde ungehindert tollen lassen kann. In Bubenhausen ist sie fündig geworden.

Zweibrücken soll eine Hundewiese bekommen. Das ist ein Freigelände, auf dem Herrchen und Frauchen ihre Lieblinge von der Leine lassen dürfen, damit die Hunde auf einer Rasenfläche herumspringen und ihr Geschäft erledigen können. Vor dem Bauausschuss des Stadtrats erläuterte Oberbürgermeister Marold Wosnitza am Dienstag, dass man sich dafür ein Gelände am Hornbach bei Bubenhausen ausgesucht habe – an der Ecke Friedrich-Ebert-/Bubenhauser Straße, zugänglich über den Parkplatz des Netto-Discountmarkts. „Anfang 2022 hatte die Verwaltung vom Rat den Auftrag bekommen, ein Gelände zu suchen, das als Hundewiese geeignet ist. Wir haben diese Prüfung gemacht; am Ende ist die Fläche in Bubenhausen als einzig mögliches Gelände übrig geblieben.“ Das Vorhaben soll dem Stadtrat am 13. November zum Beschluss vorgelegt werden.

Die Bubenhauser Wiese umfasst 6500 Quadratmeter, ist also etwa so groß wie ein Fußballfeld. Sie gilt als Überlaufgebiet, wenn der Hornbach Hochwasser führt. Daher darf sie nicht bebaut werden. Eingehegt sei das Areal durch den nahen Wasserlauf sowie durch Büsche und nahe Bauten wie den Netto-Markt. Ein kleines Tor sei geplant, das die Abgrenzung komplettieren soll.

Redebedarf mit Supermarkt?

„Größeren Gestaltungsaufwand“ vermag der Oberbürgermeister bei dem Vorhaben nicht zu erkennen. „Wir würden die Fläche nicht mähen, sondern zwei- bis dreimal im Jahr mulchen.“ Es werde Benutzungsegeln geben – etwa, dass die Hundehäufchen aufgenommen und in dafür vorgesehene Behälter geworfen werden. Sitzgelegenheiten seien noch nicht geplant; der OB hält es aber für keine große Sache, dort eine oder zwei Bänke aufzustellen.

Für den Fall, dass der Stadtrat das Gelände am Hornbach zur Hundewiese erklärt, regte Kurt Dettweiler (FWG) im Ausschuss an, im Gegenzug im Bickenalbtal das Ausführen von Hunden zu verbieten. Er sei sich aber nicht sicher, ob die Tierhalter das Angebot einer offiziellen Hundewiese wirklich annehmen werden. „Sollte sie nicht genutzt werden, müssten wir nur das Hinweisschild wieder rausziehen – das wär’ alles“, erwiderte Marold Wosnitza. Harald Benoit (AfD) warnte vor Konflikten mit dem Netto-Markt, wenn dessen privater Parkplatz von Hundehaltern zum Abstellen ihrer Autos genutzt wird. „Dort außenrum gibt’s noch mehr Parkplätze“, erwiderte der Rathauschef. „Aber klar, mit Netto werden wir reden müssen.“

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