Zweibrücken So schwer wie ein Auto

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Einen 1,6 Tonnen schweren Brunnenstein hat der Steinmetz Uwe Hoffmann in den vergangenen Tagen mit seinen Männern gefertigt. Mit 20 Bronzerosen verziert, ist der Stein nun unweit vom Dornröschen zu finden, wo schon seit Längerem der alte Mühlstein liegt.

Für den Steinmetzbetrieb Hoffmann war die Arbeit an dem Brunnenstein eine schöne Abwechslung, wie Firmenchef Uwe Hoffmann sagt. „Sowas hat man nicht jeden Tag in der Werkstatt.“ Er hat den rötlich-gelben Vogesensandstein zunächst sandstrahlen lassen, um ihm seine Rauheit zu nehmen. Das war die erste Aufgabe, die Steinmetzmeister Klaus Weber zu erledigen hatte. „Mit Sandstein haben wir es für gewöhnlich bei der Restaurierung von Hausfassaden zu tun, bei Grabsteinen eher selten.“ Im vorliegenden Fall musste ein imposanter Brunnenstein geschaffen werden, Weber hat das mit Freude gemacht. „Mit dem Rosengarten-Leiter Heiko Hübscher zusammen haben wir die Rosenranken aufgezeichnet, wir haben sie anschließend mit einem Presslufthämmerchen in den Stein gehauen“, erläutert er weiter. Blätter wurden auch eingearbeitet. „Die Bronzerosen werden verdübelt und mit Zwei-Komponenten-Harz befestigt.“ An Material- und Arbeitskosten könne man für das gute Stück etwa 10 000 Euro einsetzen. Das Geld sei durch mehrere Spenden zusammengekommen. Im Hoffmann’schen Betrieb hatte man parallel zur Arbeit auch gut mit Nachdenken zu tun. Darüber nämlich, an was einen die Form des Brunnensteins erinnert. Schlussendlich kam die Steinmetz-Mannschaft zu dem Vergleich mit einem „Granatsplitter“ aus der Bäckerei. Auf dem zweiten Platz landete „Trüffelpraline“. Uwe Hoffmann betont erstens die Dauerhaftigkeit des Steins, der so schwer wie ein Auto ist, und zweitens die zunehmende Attraktivität. „Denn der Sandstein wird noch Patina ansetzen und wird dadurch noch interessanter.“ (bun)

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