Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Sieben torlose Minuten tun Drittligist SV 64 Zweibrücken am Ende weh

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Sieben Minuten kosteten Handball-Drittligist SV 64 Zweibrücken am Samstag beim TV Großsachsen einen Punkt. „Beide Mannschaften haben über die 60 Minuten einige Fehler gemacht. Aber mit entscheidend war die Phase in der zweiten Halbzeit, als wir sieben Minuten ohne Torerfolg blieben“, bestätigte SV-Interims-Trainer Tom Grieser.

Mit 32:28 (16:17) gewann der TV Großsachsen und spielte sich in der betreffenden Phase den entscheidenden Vorsprung dafür heraus. In der 39. Minute hatte Spielmacher Tim Götz noch das 21. SV-Tor markiert. Dann dauerte es sieben Minuten, bis Kreisläufer Kevin Knieps vom Siebenmeterpunkt den 22. Treffer erzielte. Die lange torlose Zweibrücker Phase nutzte Großsachsen, um einen Vier-Tore-Vorsprung herauszuwerfen. Den konnten die Gäste in der Folge nicht mehr egalisieren. Es habe sich in dieser Phase manches zugespitzt. „Aber wir haben es auch in den restlichen Spielminuten versäumt, uns in eine Position zu bringen, um Punkte mitzunehmen“, sagte Grieser, der trotz der Niederlage Spaß an seiner Drittliga-Trainer-Premiere hatte und den Spielverlauf sehr klar analysierte.

Problem eins sei im ersten Durchgang gewesen, „dass wir die Abwehr nicht so stabil hingestellt bekommen haben, wie zuletzt gegen Leutershausen“. Mit ihm selbst, der den erkrankten Cheftrainer Stefan Bullacher vertrat, und Benny Zellmer, saßen aber auch gleich zwei verletzte Abwehrspezialisten als Coaches auf der Bank, statt zur Abwehrstabilität beitragen zu können. Aris Wöschler aus dem Saarlandliga-Team war allerdings aufgerückt, „und hatte Anteil daran, dass die Abwehr etwas stabiler stand“, sagte Grieser.

SV 64: Zu viele Fehlwürfe und technische Fehler nach der Pause

Im Angriff lief es zunächst ganz gut, es ging nach 30 Minuten sogar mit einer 17:16-Führung in die Pause. „Zu dem Zeitpunkt hätten wir schon höher führen können, vielleicht sogar müssen“, bilanzierte Grieser. Zumindest, wenn Zählbares mitgenommen werden sollte. Im zweiten Abschnitt leistete sich Zweibrücken allerdings im Angriff etliche Fehler. „16 Fehlwürfe oder technische Fehler in Durchgang zwei, das waren zu viele“, wusste der Interims-Coach.

Die ebenfalls alles andere als fehlerfrei spielenden Großsachsener nutzten diese Schwächen. Vor allem Rechtsaußen Dominic Seganfreddo ließ sich schwer stoppen, traf achtmal. Auf der rechten Außenbahn spielte beim SV 64 Peter Gohl, der nach längerer Verletzungspause wieder zurück ins Team findet. Fünf Tore steuerte der Youngster bei. Das war – bei all den schlechten Nachrichten, mit denen die Zweibrücker aktuell kämpfen – eine gute Nachricht.

So spielten sie

SV 64 Zweibrücken: Dörr, Alex Sema - Bayer (4), Götz (6), Kockler (4) - Ihl, Meister (1) - Knieps (7/3) – Gohl (5), Max Sema (1), Hammann, Naumann, Aris Wöschler

Spielfilm: 5:5 (9.), 10:10 (19.), 15:15 (30.), 16:17 (Halbzeit), 21:21 (39.), 25:21 (46.), 29:24 (52.), 32:28 (Ende) - Zeitstrafen: 6:5 - Siebenmeter: 3/2 - 3/3 - Zuschauer: 230 - Schiedsrichter: Homa/Mehl (HV Bayern).

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