Leichtathletik RHEINPFALZ Plus Artikel Sie läuft und läuft und läuft: Marion Raab aus Contwig

Trainiert fünfmal wöchentlich: Marion Raab, die dieses Jahr beim Frankfurt-Marathon starten will.
Trainiert fünfmal wöchentlich: Marion Raab, die dieses Jahr beim Frankfurt-Marathon starten will.

Man kennt Marion Raab von vielen Volksläufen in der Region. 2024 wurde die 50-jährige Contwigerin mal wieder Marathon-Pfalzmeisterin – 26 Jahre nach ihrem ersten Triumph.

Zwischen dem Gewinn ihrer ersten Pfalzmeisterschaft im Marathon und dem jüngsten Sieg liegen mehr als 26 Jahre. Marion Raab ist ein Paradebeispiel für Beständigkeit.

Im vergangenen Jahr gewann die Erzieherin aus Contwig wie 1998 den Bienwald-Marathon im vorderpfälzischen Kandel in 3:17:26 Stunden. Sie war damit Gesamtvierte bei den Frauen und zugleich Siegerin in der Frauen-Pfalzmeisterschaftswertung. „Meine Zielzeit war mit 3:15 Stunden terminiert. Ich habe die letzten paar Kilometer Krämpfe bekommen, sodass ich die paar Minuten mit langsamem Joggen und Dehnen verloren habe“, merkt sie dazu an. An gleicher Stelle überlief die heute 50-Jährige 1998 die Ziellinie in 3:07,18 Stunden.

Das Laufen gehört seit 1991 zu ihrer fast täglichen Routine. Fünfmal wöchentlich joggt Marion Raab von der eigenen Haustür los rund um Contwig, Stambach, Dellfeld und Zweibrücken. Bahntraining hat sie früher gemacht, heute holt sich die Sportlerin der VT Contwig die Tempohärte in der Zweibrücker Allee oder auf dem Radweg: Intervalle von achtmal 400 und 500 Meter oder auch extensive Intervalle von viermal 2000 Meter gehören zur Wettkampfvorbereitung.

Pilates entdeckt

„Es motiviert mich, wenn sich das Training in guten Wettkampfzeiten spiegelt“, erzählt die Ausdauersportlerin an. Ihre Pfalzmeistertitel kann sie gar nicht alle aufzählen. Vergangenen Oktober wurde sie bei Bad Dürkheim in ihrer Altersklasse Pfalzmeisterin im Berglauf. Nach 8,7 Kilometern, gespickt mit 510 Höhenmeter überlief sie die Ziellinie am Bismarckturm in 48:09 Minuten. Auch beim sechs Läufe umfassenden Pfälzer Berglaufpokal war Marion Raab 2024 die Nummer eins in ihrer Altersklasse.

Als Ausgleich fährt sie gerne Rad: Im Sommer Rennrad, im Winter vorzugsweise Mountainbike. Daneben hat sie seit einem halben Jahr Pilates für sich entdeckt. Das Ganzkörpertraining macht sie einmal wöchentlich bei der TSG Einöd. „Du beanspruchst Muskeln, die beim Laufen oder Radfahren nicht oder kaum benötigt werden. Das tut gut“, stellt sie fest. Man sieht Marion Raab im Pfälzerwald nicht nur joggend und radfahrend, sondern manchmal auch gehend. „Wanderungen unternehme ich auch gerne“, erklärt sie. Hin und wieder in Begleitung ihrer Familie, doch meistens ist sie solo unterwegs. Und wen wundert’s, dass die Contwigerin im Urlaub aktiv ist – „am liebsten in den Bergen beim Bergwandern und Bergsteigen“.

Sportliche Kinder

Weitestgehend ausgeklammert aus dem Wettkampfplan hat sie lediglich Trailläufe. „Schnell bergab zu laufen auf schmalen Pfaden, gehört nicht zu meinen Stärken“, erläutert sie.

Die Zeiten der gemeinsamen Trainingseinheiten mit Sohn Nils sind schon länger vorüber. Hin und wieder stehen sie aber auch zusammen hinter der Startlinie: So zuletzt beim Weihnachtsmarktlauf in Landstuhl über 6,8 Kilometer, den Marion Raab in ihrer Altersklasse in 26:26 Minuten gewonnen hat. Der Mittelstreckenspezialist im Trikot des Turnvereins Lemberg läuft andere Distanzen als die Mutter.

Die 25-jährige Tochter Fabienne hat die sportliche Vielseitigkeit von ihrer Mama vererbt bekommen. Sie ist früher bei den Wassersportfreunden Zweibrücken geschwommen, inzwischen ist sie freizeitsportmäßig unterwegs und klettert und bouldert gerne, läuft und schwimmt und fährt Rad.

Die wesentlichen sportlichen Ziele für 2025 hat Marion Raab bereits abgesteckt: den Bienwald-Halbmarathon am 9. März und den Frankfurt-Marathon Ende Oktober. Das wäre dann ihr neunter. „Am liebsten in 3:15 Stunden“, ist auch die anvisierte Zielzeit bereits im Trainingsplan manifestiert.

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