Handball
SG Zweibrücken: Dieser Punkt wird den kranken Trainer freuen
„Wenn uns jemand vor dem Spiel gesagt hätte, dass wir einen Punkt holen, hätten wir garantiert sofort ja gesagt“, resümierte SG-Kapitän Philipp Hammann. Auch wenn der letzte Wurf im Spiel auf Budenheims Tor ging, Zweibrücken gar die winzige Chance hatte, zwei Punkte mitzunehmen, sei dies „ein Punktgewinn“ gewesen. Hammann maß dem Zähler psychologisch eine wichtige Bedeutung bei.
Zwei Ersatz-Coaches
Geholt hat diesen Punkt ein ersatzgeschwächtes Team, das erneut auf Trainer Klaus-Peter Weinert verzichten musste. Der Coach hatte vergangenen Samstag schon krankheitsbedingt passen müssen, war am Montag ins Training zurückgekehrt und erlitt einen Rückschlag. „Ich bin froh, dass wir dieses Mal einen Punkt zur Genesung schicken können“, merkte Hammann lachend an.
Da Abwehrchef Tom Grieser und Spielmacher Nils Wöschler verletzungsbedingt nicht spielen konnten, übernahmen die beiden das Coaching. „Das haben sie super gemacht“, betonte Hammann. Die Personaldecke schrumpfte weiter, als Max Kroner, der die Spielmacherposition für Wöschler übernommen hatte, in der 35. Minute die Rote Karte sah. Bei einem Strafwurf hatte er Budenheims Torwart Karim Ketelaer im Gesicht getroffen. „Karim hat stark gehalten. Leider auch gegen die Außen“, sagte Rechtsaußen Hammann, der selbst das ein oder andere Duell gegen Budenheims Torwart verlor. Ketelaer hielt ein gleichfalls stark ersatzgeschwächtes Budenheimer Team im Spiel. Aber: „Wir hatten mit Damian auch einen ganz starken Rückhalt zwischen den Pfosten“, lobte Hammann SG-Torwart Damian Zajac, der Ketelaer in einem Punkt sogar voraus war: Er traf ins gegnerische Tor. Insgesamt – am Montag war das in einer Videobesprechung thematisiert worden – „standen wir defensiv besser als zuletzt“, resümierte Hammann.
Aus dem 11:8 wird ein 11:14
Nach 15 Minuten warf Tim Eisel, der dieses Mal phasenweise auch am Kreis gefordert war, das 8:5 für die SG. Diese Drei-Tore-Führung hatte bis zur 27. Minute Bestand. Halbzeitübergreifend gelang dann fast zehn Minuten lang kein Treffer mehr. „Ärgerlich, weil wir uns in der Kabine vorgenommen hatten, konzentriert aus der Pause zu kommen“, sagte Hammann. Aus dem 11:8 wurde ein 11:14-Rückstand, ehe Nico Becker auf 12:14 verkürzte und den Torbann brach. In der 48. Minute brachte Tom Ihl die Zweibrücker mit 20:19 in Führung. Erneut ließ die SG beste Chancen liegen. Der erfahrene Lukas Nagel hatte nun großen Anteil daran, dass Budenheim fünf Minuten vor dem Abpfiff zwei Tore vorne lag. Grieser und Wöschler nahmen die Auszeit. Die SG vernagelte nun ihrerseits das Tor. Hammann und Jahn trafen zum leistungsgerechten 22:22-Endstand.
SO SPIELTEN SIE
SG Zweibrücken: Zajac (1) - Ihl (3), Kroner, Eberhard (2) – Hammann (2), Eisel (3) - Reitz (1) - Jahn (4), Becker (4), Graeber (2), Leufke, Weinert.