Handball RHEINPFALZ Plus Artikel SG SV 64/VT Zweibrücken: Tom Grieser feiert Saisonpremiere zu Hause

Will mit guten Leistungen die Begeisterung der Fans entfachen und ist froh, dass er nach seiner Verletzungspause seine Heimpremi
Will mit guten Leistungen die Begeisterung der Fans entfachen und ist froh, dass er nach seiner Verletzungspause seine Heimpremiere feiern darf: Tom Grieser von der SG SV 64/VT Zweibrücken.

Weil Tom Grieser die Halbzeitpause am Samstag erstmals wieder komplett in der Kabine verbringt, muss sich seine Nichte Ida (2) einen neuen Spielpartner suchen.

Tom Grieser hat derzeit gut lachen. „Eine echt schwere Frage“, sagt er schmunzelnd. Die schwere Frage lautet, was ihn mehr freut: wieder in der Oberliga Handball spielen zu können oder wie zuletzt beim Pokalsieg gegen Köln Erfolge des 1. FCK feiern zu können. Die FCK-Erfolge freuen ihn, aber „natürlich bin ich froh, wieder Handball spielen zu können. Das ist für mich wichtiger“, bekennt der 25-Jährige. Am Samstag kann der Abwehrchef nach seiner mehrwöchigen Verletzungspause erstmals zu Hause auflaufen, wenn die SG SV 64/VT Zweibrücken den TV Nieder-Olm empfängt (18 Uhr, Westpfalzhalle).

Mit Verletzungen hatte der 25-Jährige in den vergangenen Jahren immer mal wieder zu kämpfen. „Aber dass es mich im letzten Vorbereitungsspiel vor dem Saisonstart trifft, ich beim Auftakt nicht dabei bin, das war etwas Neues“, sagt er und bekennt: „Das war schon ein Schlag.“ Dem Saisonauftakt fiebere man ja immer entgegen.

Lob für die medizinischen Helfer

„Zum Glück haben wir eine herausragende medizinische Betreuung hier in Zweibrücken“, sagt Grieser. In der Beziehung sei der Handball in Zweibrücken längst erstklassig, lobt er die medizinische Versorgung. Jürgen Knoch, Orthopäde und SV-Vorsitzender und Radiologe Aleks Grgic sorgten auch dieses Mal schnell für Klarheit und für eine schnelle Behandlung. Meniskus glätten, freie Gelenkkörper entfernen, um wieder Handball spielen zu können, „aber auch um wieder schmerzfrei eine Treppe laufen zu können“, freut sich der Heilerziehungspfleger, der als Pädagogische Fachkraft an der Förderschule in Battweiler arbeitet, nun keine Schmerzen mehr im Knie zu haben.

Die ersten sieben Saisonspiele verpasste Grieser als Spieler. In Kastellaun feierte er vergangene Woche Saisonpremiere. „Es ging ganz gut“, beschreibt er seine Rückkehr aufs Spielfeld. Im halbrechten Rückraum begann er und freute sich, „dass es auch mit dem Tore werfen auf Anhieb ganz gut funktioniert hat“. Vier Treffer erzielte er. Nun endlich seine persönliche Heimpremiere in dieser Runde. Just zu dem Spiel, bei dem mit Fans rund um die Westpfalzhalle gefeiert wird. Bockbierfest bei der SG ist angesagt. „Wir wollen nach dem Spiel natürlich Grund zum Feiern haben“, sagt Grieser, der der Defensive im Zentrum mehr Stabilität verleihen möchte. 209 Gegentore kassierte die Spielgemeinschaft in acht Partien. Keine Liga-Spitze und ohne das Top-Duo zwischen den Pfosten – Damian Zajac und Norman Dentzer – sähe die Abwehrbilanz nicht ganz so gut aus.

Lazarett lichtet sich

„Wir bekommen jetzt personell etwas mehr Möglichkeiten“, freut sich Grieser. Nils Wöschler war eine Woche vor ihm aufs Spielfeld zurückgekehrt. Auch die Rückkehr von Niklas Bayer, der sich in Mundenheim verletzte, „ist absehbar“, sagt Grieser zum sich lichtenden Verletztenlazarett.

Die Mannschaft möchte eine Erfolgsserie starten. „Das haben wir so besprochen“, unterstreicht Grieser. Wissend, dass gute Leistungen und Siege Voraussetzungen sind, „um Begeisterung rund um den Handball in Zweibrücken zu entfachen“. Genau die soll entfacht werden. So wie es bei seinem Fußballverein des Herzens, dem 1. FCK, gelungen ist. „Das ist aktuell Gänsehaut pur“, freut sich der in Rimschweiler wohnende Herzblut-Handballer über die Erfolge der Roten Teufel und vor allem über die Begeisterung der Fans, die den FCK trägt. Mit Emotionen kann auch Grieser dienen. Auf dem Betzenberg aber vor allem durch seine leidenschaftliche Art zu spielen, mit der er Teamkollegen und Fans mitnimmt. „Soll am Samstag genau so sein“, verspricht er.

Omas Schinkennudeln

Damit es auf dem Spielfeld gut läuft, gibt es am Spieltag bei Oma Traudel Essen. „Schinkennudeln haben sich bewährt“, sagt Grieser lachend zu einem Erfolgsrezept im wahrsten Sinne des Wortes. Beim Essen ist auch immer mal wieder Nichte Ida dabei, die Tochter von Bruder Jörn. Zweieinhalb Jahre ist sie jung und wächst mit dem Ball auf. Papa Jörn ist Fußballer, Onkel Tom Handballer. Dass der zuletzt verletzt zuschauen musste, bescherte Ida, der natürlich auch die Familienbegeisterung für den FCK vermittelt wird, einen versierten Trainingspartner. „Ich guck schon, dass sie sich für Handball begeistert“, sagt Tom Grieser lachend. Auch wenn er am Samstag als Idas Spielpartner erst nach dem Abpfiff zur Verfügung stehen wird. Die Familiengene sind schon mal gut. Bekanntlich ist Griesers Cousine Handball-Nationalspielerin Amelie Berger.

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