Handball
SG SV 64/VT Zweibrücken: Die Reifeprüfungen des Max Kroner
„Zu Hause sind wir noch ungeschlagen“, verweist Max Kroner lachend auf die Bilanz. Lachend, weil die neu formierte SG SV 64/VT Zweibrücken bislang erst ein Heimspiel absolviert hat. Das entschieden die Zweibrücker klar für sich. „Zu Hause können wir also noch ungeschlagen bleiben. Genau das haben wir uns auch vorgenommen. Wir wollen kein Heimspiel verlieren“, ergänzt er. Dazu gilt es am Samstag die HSG Worms zu schlagen (Anwurf: 18 Uhr, Westpfalzhalle).
Durchbruch gegen die VTZ Saarpfalz
Wer Sport auf Leistungsniveau betreibt, braucht Ziele. „Zu Hause eine Macht sein ist ein Ziel, das wir uns gesetzt haben“, sagt der Zweibrücker, der seit der vergangenen Saison im Oberligakader etabliert ist. Seinen Durchbruch feierte er vor genau einem Jahr. Damals standen sich in einer voll besetzten Westpfalzhalle der SV 64 und die VTZ Saarpfalz noch im Stadt-Derby gegenüber. „Ja, das war das Spiel, das mir das Selbstvertrauen für die Oberliga gegeben hat“, bestätigt der 18-Jährige, der in diesem Derby die entscheidenden Tore warf. „Darf gerne auch gegen Worms so sein“, sagt er zum Thema wichtige Tore und hofft auf einen guten Zuschauerzuspruch am Samstag. „Das ist schon schwierig, wenn man so oft auswärts spielt. Da fehlt der Saisonrhythmus. Für die Mannschaft, aber auch für die Fans ist es schwierig, sich so richtig auf die Runde einzustellen“, sagt er. Das soll sich ändern. Die SG spielt nun regelmäßig zu Hause, „und wir wollen zu Hause so Handball spielen, dass die Leute Freude haben, wenn sie zwei Stunden zum Spiel in die Westpfalzhalle kommen“, unterstreicht er.
Erdkunde und Sport sind seine Lieblingsfächer
Aktuell hat Kroner Herbstferien. Es sind voraussichtlich seine letzten, denn das Abitur wirft seine Schatten voraus. Am Helmholtz-Gymnasium in Zweibrücken möchte er diese schulische Reifeprüfung bestehen. Sport, bekennt er, „ist schon mein Lieblingsfach“. Im Abitur wird er aber in den Leistungskursen Deutsch, Englisch und Erdkunde die Prüfungen ablegen müssen. Davon ist Erdkunde sein liebstes Fach und beruflich mal etwas in diese Richtung zu machen, „könnte ich mir im Moment gut vorstellen“, sagt er. Ein Studium der Raum- und Umweltplanung in Kaiserslautern mit dem Schwerpunkt Städteplanung wäre denkbar. Weil zum Beispiel der Klimawandel neue Herausforderungen an die künftige Gestaltung von Siedlungsräumen stellen wird. „Das wäre mit Sicherheit interessant“, sagt er. Tipps zum Studium könnte er sich von Teamkollege Tom Ihl holen, der bereits in Kaiserslautern studiert.
Rückraumluft geschnuppert
Kroner spielt in der Ersten Mannschaft auf der Linksaußenposition, bei der A-Jugend im Rückraum. Er habe sich in der Oberliga auf der linken Außenbahn gut eingelebt. „Es ist schon gut, dass ich auf verschiedenen Positionen eine Handballausbildung habe und bekomme“, schätzt er die Vielseitigkeit. Vergangene Runde hat er auch schon mal in der Oberliga Rückraumluft geschnuppert und kann sich durchaus vorstellen, das künftig wieder zu tun.
„Es macht schon Spaß ein Spiel zu lenken“, sagt er. Variabel zu sein, die Positionen im Spielverlauf mal zu wechseln, um die gegnerische Abwehr vor neue Herausforderungen zu stellen, das sei interessant im Handball. Aber bedingt durch das Verletzungspech, das den Zweibrückern treu bleibt – in Mundenheim hat sich Niklas Bayer am Knie verletzt – „ist es eher so, dass wir froh sind, wenn wir alle Positionen besetzen können“, sagt Kroner. Dass sich gleich drei Stammspieler vor dem Saisonstart schwer verletzten, „das hat die Stimmung irgendwie ein bisschen gedrückt“, sagt er. Psychologie spielt im Sport eine sehr wichtige Rolle. „Am besten für die gute Laune, für ein positives Gefühl sind Siege“, sagt er lachend. Am besten schon am Samstag gegen die Wormser Drachen.