Fußball
SG Rimschweiler/VBZ: Wie Cedric Hamelin mit weniger Grübeln seine Trefferquote verbessert
Der Tabellendritte SG TuS Rimschweiler/VB Zweibrücken war am Samstag nach dem 1:1 (0:0) im Heimspiel gegen sich den im Abstiegskampf der A-Klasse befindlichen FK Clausen enttäuscht. Drei Punkte waren eigentlich das Ziel. Gegen den Fünften SV Hermersberg II soll das am Sonntag ab 16.15 Uhr nun auf jeden Fall besser laufen.
Mit einem Sieg wäre die Spielgemeinschaft dem ärgsten Konkurrenten SG Weselberg/Linden und Tabellenführer SVN Zweibrücken auf den Fersen geblieben. Beide haben im Vergleich dazu ihre Auftaktmatches aber jeweils gewonnen und den Abstand auf den Dritten der A-Klasse vergrößert. „Uns liegen die Mannschaften mehr, die offensiv mitspielen und nicht versuchen, mit einer zurückhaltenden Kompaktheit abzuwarten, was wir machen. Darauf zu reagieren, da tun wir uns zu oft schwer“, fasst SG-Stürmer Cedric Hamelin Gründe für das schwache Remis gegen den FKC zusammen.
Zu viele Gedanken hemmen, kosten Zeit und Kraft
Es ist ein Manko, das er mit seinen Kollegen aus der vergangenen Saison mit herübergeschleppt hat. Gleichwohl haben sie im ersten Halbjahr der aktuellen Runde einen deutlich erfolgreicheren Fußball gespielt. „Klar, insgesamt haben wir uns spielerisch und ergebnistechnisch nach vorne gearbeitet. Trotzdem, finde ich, sind noch zu viele Spiele dabei, in denen wir nicht das auf den Platz bringen, was wir eigentlich können und somit keine drei Punkte holen“, ergänzt der 31-Jährige. „Mit Souveränität und Selbstverständnis gegen unterlegene Teams sicher zu gewinnen, das gelingt uns nicht immer.“
Das SG-Team läuft als dritte Kraft also eher der Musik ein wenig hinterher. Die Mannschaft ist zwar derzeit dritte Kraft, allerdings mit einem teils schon erheblichen Punkterückstand. Auf Primus SVN sind es schon zehn Punkte. Weselberg/Linden ist nur drei entfernt, hat aber noch zwei Nachholspiele. Der Kopf und die damit verbundenen Gedanken spielen im Sport neben dem Talent und der körperlichen Verfassung eine ganz große und oft entscheidende Rolle. „Zu viele Gedanken darf man sich aber auch nicht machen. Das hemmt nur“, sagt der Zweibrücker Hamelin in Bezug auf das Mannschaftsspiel und sein eigenes, was das auslösen kann. „Nachdenken kostet Zeit und Kraft. Ich habe mir in den Jahren zuvor nach vergebenen Torabschlüssen viel zu viele Gedanken gemacht und mit der Situation gehadert, obwohl sie nicht mehr änderbar war. Dadurch habe ich in den nachfolgenden Situationen wieder die falsche Entscheidung getroffen.“ Regelmäßig bekam er von Leuten innerhalb und außerhalb der Mannschaft als guten Ratschlag vorgehalten, das schneller abzustreifen und einfach weiterzumachen.
SG-Stürmer Hamelin trifft meist mit rechts
14-mal traf er bislang ins Schwarze, ist Fünfter der Torjägerliste. Sprungkraft und Kopfballstärke seines Jugendidols Miroslav Klose hat er sich nicht angeeignet, auch einen Salto nach Toren bietet er nicht an. Cedric Hamelin benutzt regelmäßig seinen starken rechten, aber auch seinen passablen linken Fuß, um erfolgreich zu sein. In dieser Saison hat er seine bisher beste Quote und ist somit Teil des SG-Aufschwungs. Meist agiert seine Mannschaft mit einer Doppelspitze. Während sich sein Sturmpartner zurückfallen lässt, den Ball klemmt oder selbst holt, hat Hamelin einen anderen Part. Er wird wegen seiner Schnelligkeit in die Gasse geschickt, zieht auch über Außen nach innen und sucht den direkten Abschluss. Wenn es dem Medieninformatiker gelingt, in der Rückrunde noch mal so viele Tore zu erzielen, dann wäre er zufrieden. Er hat es geschafft, mit weniger Hadern und Grübeln seine Torquote zu verbessern. Jetzt sollten ihm seine Teamkollegen da folgen, um im Aufstiegsrennen noch mal eingreifen zu können – falls die beiden Klubs vorne doch patzen.
Und am Sonntag bekommt Hamelins Mannschaft gleich Gelegenheit, das umzusetzen. Mit dem SV Hermersberg II reist der Fünfte nach Rimschweiler. „Das ist keine passive Mannschaft, was schon mal gut ist“, freut er sich auf das Duell. „Allerdings sitzen sie uns direkt im Nacken. Gewinnen sie, sind sie an uns dran. Wir müssen es also diesmal besser machen als zuletzt und sie mit drei Punkten für uns auf Abstand halten.“