Pferdesport Schwieriger Parcours beim S*-Springen im Zweibrücker Landgestüt
Anne Oberle hatte eine dunkle Vorahnung: „Ich hab’ schon ein wenig Angst“, gab sie vor dem S*-Springen beim Springturnier des Clubs Saar-Pfälzischer Springreiter im Landgestüt am Sonntagnachmittag zu. Es ging über einen sehr engen, schnellen Hallenparcours mit kurzen Kurven, dazu für sie noch auf einem ungewohnten Pferd. Denn statt ihres vertrauten Crunchip startete die Mittelbacherin auf dem Rücken von Locarno. Der machte seine Sache anfangs gut, rannte aber das viertletzte Hindernis einfach um und verletzte sich dabei am rechten Hinterlauf – das Aus für das Duo. Reiterin unverletzt, Pferd stark geprellt, aber nicht schwer verletzt, wie sie einen Tag später halbwegs erleichtert mitteilte. Gewonnen hat der Engländer Christopher Frazzer für den RV Heilbronn auf Kwin B, und auf seinem zweiten Pferd Carli P holte er in dieser Prüfung auch noch den zweiten Platz. Dahinter folgten die Schwedin Renee Johansson vom RV Philippsburg auf Chalesta vor dem Vierten Günter Klein (RFV Namborn) auf Power Light’s Passion. Sieben Starter gingen mit elf Nennungen in den Parcours, keiner schaffte die anspruchsvolle Strecke ohne Strafpunkte. Bis auf eine Ausnahme fielen Balken, ein Oxer war gleich mehreren Pferden suspekt – sie verweigerten mehrmals den Übersprung. So scheiterte Hans-Günter Klein mit Carino gleich im ersten Ritt der Springprüfung daran, auch gutes Zureden und zwei Extrarunden änderten nichts an Carinos Weigerung. Wenig später stoppte auch die für den Reitsportclub Walshausen startende Sophia Pilar Schäffer auf Oliva am gleichen Oxer. Auch ihr Pferd verweigerte den Sprung, auch sie musste die Runde und damit die Prüfung aufgeben, da sie nur ein Pferd gemeldet hatte. Hans-Günter Klein schickte zwar gleich drei Pferde in den Wettbewerb, dennoch reichte es für ihn am Ende nur zu Platz vier.