Zweibrücken Schemenhafter Abschied

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Die Heizkosten im denkmalgeschützten Haus sind schuld. Die Kulturgutstiftung Gehrlein-Fuchs, der das Zweibrücker Mannlichhaus gehört, will, dass die Räume im Winter durchgängig beheizt werden. Das kann sich der Förderkreis Park-Galerie, der das Erdgeschoss gemietet hat, nicht leisten. Deshalb wird die Ausstellung mit dem bulgarischen Künstler Zezo, die am Sonntag, 7. Mai, eröffnet wird, wohl die letzte des Förderkreises sein.

Der Förderkreis rechnet mit Mehrkosten von 1500 bis 2000 Euro pro Jahr fürs Heizen, die er nicht hat, kündigte deshalb den Mietvertrag mit der Stiftung und machte sich auf die Suche nach neuen Räumen. Bislang jedoch ohne Erfolg, so Egon Kirmse vom Förderkreis. Für die Abschiedsausstellung konnten die beiden Kuratoren Egon Kirmse und Heinrich Rittershofer den in Deutschland lebenden bulgarischen Maler Zezo (Zwetan Dinekov) gewinnen, der in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag feiert. Zezo studierte von 1978 bis 1982 an der Kunstakademie in Sofia und schloss die Ausbildung 1983 mit einem Diplom als Maler und Bühnenbildner ab. 1989 zog er nach Deutschland, nach Köln, wo er auch heute noch lebt. 1992 fand die erste öffentliche Ausstellung seiner Bilder in der Multimedia Galerie in Köln statt. Es folgten zahlreiche Ausstellungen seiner Werke im In- und Ausland, die den Künstler europaweit bekannt machten. Zezo ist aber auch als Bühnen- und Kostümbildner sehr erfolgreich – mehr als 50 Bühnenbilder stammen von ihm, unter anderem am Düsseldorfer Schauspielhaus und am Stadttheater Aachen. Er hat auch mehrere Hotels und öffentliche Gebäude künstlerisch ausgestaltet. In Zweibrücken werden als Werkschau etwa 50 Bilder aus allen Schaffensperioden des Künstlers zu bewundern sein. In den 80er Jahren befasste er sich mit Porträts und Aktzeichnungen – und den Kostümentwürfen zu Schillers „Die Räuber“. Aus den späteren Jahren stammen detailreiche Schwarz-Weiß-Radierungen und farbstarke Ölbilder, in denen vor allem menschliche Gestalten in schemenhafter Beweglichkeit dargestellt sind. Wie aus der Vergangenheit hervorgeholt erscheinen schemenhafte Gestalten und Formen. Der in Varna geborene Künstler malt sie in mehreren Schichten mit subtilen Farben. Ausstellung —Zezo: Malerei. 7. bis 28. Mai, Zweibrücken, Förderkreis Park Galerie im Mannlichhaus, Herzogstraße 8. geöffnet: Freitag bis Sonntag 15 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Infos: Egon Kirmse, Telefon 06332/49472. —Vernissage: Sonntag, 7. Mai, 11 Uhr. Die Laudatio auf den Künstler hält die Kunsthistorikerin Eike Oertel-Mascioni. Luna Andres spielt Harfe.

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