Zweibrücken Ruhiger Ätna, wildes Kuba, schwedische Trolle

2017 war Al Di Meola beim Euroclassic-Festival in Zweibrücken zu erleben, am 31. März spielt er beim St. Ingbert Jazzfestival.
2017 war Al Di Meola beim Euroclassic-Festival in Zweibrücken zu erleben, am 31. März spielt er beim St. Ingbert Jazzfestival.

Philip Catherine sollte am Donnerstag, 28. März, um 19.30 Uhr den Auftakt des 33. Jazzfestivals in St. Ingbert machen, doch der 76-Jährige hat sich verletzt und kommt nicht. Stattdessen bestreiten nun mit dem britisch-schwedischen Duo Martin Taylor und Ulf Wakenius zwei der weltweit renommiertesten Jazzgitarristen das Eröffnungskonzert in der Stadthalle.

Das Duo stellt sein neues Projekt „Legacy“ vor. Taylor war elf Jahre lang Gitarrist von Stephane Grappelli. Er hat also den leeren Platz besetzt, den Django Reinhardt hinterlassen hat. Wakenius spielte zehn Jahre lang an der Seite von Oscar Peterson. Der zweite Festivaltag am Freitag, 29. März, bringt unter dem Motto „Svenska Jazz-Russkij Jazz“ Musik aus Nord- und Osteuropa auf die Bühne. Um 19.30 Uhr spielt Trallskogen, die Band der aus Schweden stammenden Sängerin Annika Jonsson, die schon lange in Saarbrücken lebt. Sie kombiniert Jazz mit schwedischer Folklore und der Tradition der fahrenden Trallssänger. Gegen 21 Uhr geht es nach Russland mit dem Igor Butman Quintett. Butmann gehört zu den herausragenden Jazzsaxofonisten. Der dritte Festivaltag, Samstag, 30. März, beginnt um 19.30 Uhr mit dem Pop-Jazz-Duo Ätna (Inez Schäfer, Klavier, Moog, Demien Kappenstein, Schlagzeug) aus Dresden. Seine Musik ist minimalistisch, akustisch, manchmal jedoch auch bombastisch. Um 21 Uhr wird es laut und wild mit der Gruppe Son del Nene aus Kuba. Sechs Musiker und der Sänger El Nene: Auf der Bühne wirkt er wie eine jüngere Version von Ibrahim Ferrer (Buena Vista Social Club), dem er nicht nur optisch zum Verwechseln ähnlich sieht, sondern mit dem er auch tourte. Von den alten Herren aus Kuba hat er gelernt, wie man den Son Cubano authentisch singt. Und zwar so überzeugend, dass er mit seiner Gruppe „Los Jovenes del Son“ sogar einen Latin Grammy gewonnen hat. In Wim Wenders Kinofilm „Musica Cubana – The Sons of Buena Vista“ spielte El Nene eine der Hauptrollen in den eindrucksvollen, musikalischen Passagen. Zum Schluss, am Sonntag, 31. März, 18 Uhr, steht der Gitarrist Al Di Meola auf der Bühne. Er spielt Titel aus seinem 2018 erschienenen Album „Opus“, in dem er sich an seine italienischen Wurzeln erinnert. Karten Donnerstag und Freitag 15 bis 25 Euro, Freitag 20 bis 30 Euro, Samstag 20 bis 40 Euro, ermäßigt je drei Euro weniger, Festivalpass: 55 bis 80 Euro, ermäßigt 24 bis 68 Euro. Abendkasse: drei Euro mehr, Pass zehn Euro mehr. Tickets bei reservix.de .

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