Zweibrücken Rosengarten auch im Winter geöffnet

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Das Rosengarten-Jubiläumsjahr ist fast gelaufen, und es ist gut gelaufen, bilanziert Franz Abraham, beim Umwelt- und Servicebetrieb (UBZ) zuständig für den Rosengarten: „Alles hat gegriffen, es gab nichts, was nicht klappte.“ Die stolze Zahl von 118 091 Besuchern bis Ende Oktober bestätige das. Und es werden dieses Jahr noch mehr Besucher: Erstmals hat der Rosengarten auch über Winter geöffnet. Eintrittskarten für je 2,50 Euro gibt es jedoch nur im Rosengarten-Hotel.

„Auf vielfachen Wunsch haben wir den Wintereintritt eingeführt“, berichtet Abraham. Viele Leute hätten beim Hotel und beim UBZ nachgefragt, ob sie nicht auch im Winter in den Rosengarten können. „Besonders letztes Jahr, als der Winter so mild war.“ Erstmals gibt es nun auch von November bis 1. April, wenn der Garten wieder öffnet, Eintrittskarten zu kaufen. Aber nur im Hotel, denn der Rosengarteneingang ist über Winter nicht besetzt. Geöffnet ist der Park über Winter täglich von 9 bis 18 Uhr. Wer eine Jahreskarte hat, könne ohnehin das ganze Jahr in den Garten gelangen, ergänzt Abraham. „In den letzten 40 Jahren haben wir nur fünfmal die 100 000er-Marke geknackt. Und nur einmal, beim 75. Jubiläum 1989, war die Besucherzahl noch etwas höher als in diesem Jahr“, blickt Abraham zurück. Ganz ohne Aufwand sei dies freilich nicht gelungen, früh habe man mit der Werbung begonnen, Sonderbriefmarken und den Jubiläumsband zum 100. Geburtstag des Rosengartens herausgegeben, zudem viel Reklame gemacht. Das habe sich ausgezahlt, ist Abraham überzeugt. Das Buch gibt es über Winter im Hotel zu kaufen, weitere Rosengartenaccessoires beim UBZ. Einen Rekord-Ansturm verzeichneten die beiden Gartenmärkte mit insgesamt 20 000 Besuchern. Bei den Rosentagen kamen sonntags fast 8000 Leute, auch das sei ein Rekord, sagt Abraham. Die Schlagernacht habe mit 4000 Besuchern großen Anklang gefunden. „Das lag mir schwer im Magen. Aber die Besucher waren begeistert und haben sich absolut diszipliniert verhalten. Es ist überhaupt kein Flurschaden entstanden“, berichtet Abraham. Das Wetter habe an dem Abend wunderbar mitgespielt − im Gegensatz zur „Nacht der tausend Lichter“, die „gnadenlos absoff“, bedauert er. Auch beim letzten Picknick im Park sei das Wetter schlecht und die Besucherzahl mau gewesen. Der Start in die Jubiläumssaison habe Gutes verheißen, kamen doch etwa 100 Leute zur Eröffnung im April, erzählt Abraham. Sonst seien es nur um die 20 gewesen. Sehr positiv sei auch der Rosenkongress aufgenommen worden. Er habe Besucher aus ganz Europa in Europas Rosengarten gebracht. Die Ostereiersuche, dieses Jahr zum dritten Mal angeboten, wolle man beibehalten, ebenso wie das Picknick im Park mit Musikern aus der Region. „Das Picknick im Park hat sich zum Renner entwickelt.“ Dass man nun einfacher in den Biergarten des Hotels gelangen könne und sich nicht mehr durch das Drehkreuz winden müsse, habe ebenfalls zum Erfolg des Jubiläumsjahres beigetragen. „Ich bin top zufrieden mit dem Jahr. Ich hoffe, wir können den Schwung dauerhaft mitnehmen“, sagt Abraham. Nach dem Rekordjahr 1989 sei auch 1990 sehr gut gelaufen, danach sei die Besucherzahl aber stark zurückgegangen. Dem will der UBZ jetzt durch gezielte Werbung vorbeugen. Die Veranstaltungen sind eine Seite des Rosengartens, doch im Vordergrund stehe immer der Garten selbst, betont Abraham. Für die gärtnerische Gestaltung ist Heiko Hübscher zuständig. „Es war gärtnerisch ein schwieriges Jahr. Zu Anfang des Jahres hatten wir extreme Trockenheit. Wir hatten eines der trockensten Frühjahre überhaupt. Und den Sommer schon im Mai. Der August war dafür kalt. Das ist Stress für die Pflanzen“, sagt der Gärtnermeister. Dennoch habe sich die biologische, giftfreie Pflege des Gartens, die letztes Jahr eingeführt wurde, auch unter den schwierigen Bedingungen bewährt. „Im Jubiläumsjahr hatte ich da schon etwas Bauchweh. Aber es hat funktioniert. Ich bin jetzt gelassen, der Druck ist abgefallen“, sagt Hübscher. Diesen Weg wolle man weiterverfolgen. Momentan macht Hübscher sich mit seinen Leuten schon Gedanken über den Sommerflor. Dieses Jahr war er − passend zum Jubiläum der Rose − in Rosa gehalten. 2015 sollen die Beete bunter werden. Das erstmals angelegte Dahlienbeet wolle man beibehalten. Es habe besonders in der zweiten Jahreshälfte sehr guten Zuspruch erfahren. Ziel sei es, den Garten zu pflegen und zu erhalten, und nicht, ihn umzugestalten, sagt Hübscher.

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