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Rimschweiler wird nächstes Jahr 750 Jahre alt
„Die Entstehungsgeschichte von Rimschweiler“ heißt das Schriftstück, das Ludwig Marschall 1952 als Drittklässler verfasst hat. „Das musste ich für die Schule machen, und meine Mutter wollte, dass ich es fünfmal schreibe, mit einem Füllfederhalter und einem Tintenfass zum Tunken“, erinnert sich Marschall. 1952 gab es in Rimschweiler schon das heutige Schulhaus, doch damals hieß die Schule noch Volksschule. Direkt nach dem Krieg waren die Kinder in einem Saal der Familien Bastian und Freidinger sowie in der Gastwirtschaft der Familie Pirmann unterrichtet worden.
Doch zurück zu Ludwig Marschall und der Entstehungsgeschichte von Rimschweiler. Zufällig sei er im Sommer auf das Schriftstück gestoßen, das er aufbewahrt hat. Da habe er an das bevorstehende Jubiläum noch gar nicht gedacht. Doch stand da in ordentlicher Kinderschrift: „Im Jahre 1273 tritt der Name Rimschweiler zum ersten Mal in Erscheinung“.
Von Rimuswielere zu Rimschweiler
Was Marschall damals noch aufgeschrieben hat: „Der Bödinger Hof ist eine der ältesten Siedlungen in unserer Gegend. Von hier sind Leute abgewandert, die gegenüber der heutigen Gärtnerei einen Wielere = Hof gründeten, der nach seinem Besitzer Rimus Rimuswielere genannt wurde. Im Laufe der Jahrhunderte hat der Volksmund diesen Namen abgewandelt: Rimuswielere, Rimeswielere, Rimesweiler, Rimschweiler.“ 1273 wurde Rimschweiler erstmals urkundlich erwähnt, die Anfänge der Siedlung werden um das Jahr 1100 vermutet.
Der kleine Ludwig Marschall hat 1952 auch aufgeschrieben, wie viele Einwohner Rimschweiler zwei Jahre zuvor, 1950, hatte: 1401. Nichtwohngebäude gab es 119, Wohngebäude 229 und Notwohngebäude drei. Emma Marschall, Ludwig Marschalls Mutter, hat unterschrieben.
Pläne für die Jubiläumsfeier gibt es noch nicht
Ob und wie das Rimschweilerer Jubiläum nächstes Jahr gefeiert wird, kann derzeit niemand sagen. Laut Ortsvorsteherin Isolde Seibert ist die Stadt zuständig. Die erklärte auf Anfrage, man befinde sich in Gesprächen mit Verantwortlichen. Auf weitere Nachfrage hieß es: „Sobald wir nicht nur von ersten Gesprächen, sondern klaren Planungen sprechen, teilen wir gerne Ergebnisse und alle sich dann verantwortlich zeichnende Personen mit. Aktuell handelt es sich lediglich um interne und erste Rücksprachen.“