Fussball
Rieschweilers Trainer Hildebrandt nach 0:3: Haben kein Verbandsliga-Niveau
Das sah auch Rieschweilers Spielertrainer Patrick Hildebrandt nach Spielschluss ohne Wenn und Aber so: „Wir müssen feststellen, dass mein Team einfach kein Verbandsliga-Niveau hat. Ich bin es leid, nach jedem Spiel einige Szenen schönzureden und mich über fehlende Chancenverwertung auszulassen. Unser Gegner aus Fußgönheim hat viel zielstrebiger gespielt, ist mit Dynamik in den Strafraum eingedrungen und hat auf den Abschluss gedrängt. Wir dagegen spielen viel zu pomadig nach vorne, schaffen es nicht, bis auf die Grundlinie durchzukombinieren und den Ball dann scharf nach innen zu spielen. Vieles ist einfach zu halbherzig und mit wenig Elan.“
Ein weiteres Manko sah der SGR-Coach im Abwehrverhalten, wo seine Mannschaft dem Gegner oft zu viel Spielraum lässt. „Wenn die Fehlerquote in jedem Spiel so hoch ist, und dem Gegner dadurch das Toreschießen erlaubt, hast du in der Liga nichts zu suchen. Das muss man dann einfach mal so deutlich sagen“, sagte er nach der Partie sichtlich angefressen.
SGR lässt sich durch Eckball-Trick düpieren
Schon in den ersten Spielminuten machte Fußgönheim Druck auf die SGR-Defensive, wirbelte mit klugem Passspiel durch die Reihen der Rieschweilerer Hintermannschaft, die dann Fehler machte. So ließ sich die Abwehr nach einem Eckball düpieren, und der nach vorn geeilte Fußgönheimer Innenverteidiger Marc Barisic konnte früh das 1:0 (7.) erzielen. „Dieser Trick, dass ein Mitspieler den flach nach innen gespielten Ball passieren lässt und ich dann aus dem Hinterhalt zum Abschluss komme, hat schon gegen Marienborn geklappt“, freute sich der Torschütze spitzbübisch.
Rieschweilers Team kann man zugutehalten, dass es sich auch nach dem 0:2 durch Kyriakos Papadopoulus (13.) nicht aufgab und ab Mitte der ersten Halbzeit mehr für die Offensive tat. Auf der rechten Seite mühte sich vor allem Philipp Rung und versuchte, Akzente zu setzen. Kurz vor der Pause (38., 39.) hatte der Abwehrspieler zweimal die Chance zum Anschlusstreffer, scheiterte zweimal knapp in aussichtsreicher Position. So ging es mit 0:2 in die Pause.
Preuß-Verletzung passt zu „beschissenem Sonntag“
Nach dem Seitenwechsel gelang Fußgönheim per Konter durch Mittat Özcan das dritte Tor (62.) – die Vorentscheidung. Die SGR versuchte es noch mit neuen Offensivkräften, unter anderem mit Daniel Preuß, doch auch ihm gelang nicht viel. Schlimm, dass sich der Spielertrainer der zweiten Mannschaft in 78. Minute nach einem Zweikampf noch eine Bänderverletzung zuzog. „Das passt zu dem beschissenen Sonntag“, meinte Preuß. „Erst verlieren wir mit der zweiten Mannschaft das Heimspiel, und dann passiert mir noch diese blöde Fußverletzung.“
So spielten sie
SG Rieschweiler: Ohle - Rung, Homberg, Emser, Hildebrandt, Weis (71. Tüllner) - Ohlinger, Bißbort - Baur (58. Preuß (78. Hammerschmidt), Colin Brödel (58. Arzt), Meil.