Zweibrücken
Rieschweiler: Spielertrainer Ohlinger liebäugelt mit einem Punkt
Nach dem ersten Saisonsieg mit 4:1 gegen Tabellennachbar ASV Fußgönheim atmete Rieschweilers Spielertrainer Christian Ohlinger erst einmal entspannt durch: „Der Sieg am Sonntag war verdient und wichtig für unsere Psyche.“ Am Samstag (16 Uhr) steht gleich wieder eine wichtige Partie an, wenn die SGR beim Tabellenzwölften SV Steinwenden (derzeit acht Punkte) antritt.
„Wir haben den Erfolg zuletzt mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung erreicht. Ich hoffe, dass uns der Sieg Auftrieb gibt für die kommenden schweren Aufgaben“, schaut Christian Ohlinger optimistisch nach vorn. Mit einem Sieg in Steinwenden könnte Rieschweiler den Abstand auf die Gastgeber bis auf einen Punkt verkürzen. Ganz weit aus dem Fenster lehnen wollte sich der 23-jährige Ohlinger im Vorfeld aber doch nicht. Denn trotz des jüngsten Sieges schätzt der Spielertrainer die prekäre Lage seiner Mannschaft richtig ein. „Wir wollen den Aufwärtstrend im Team, der sich in den letzten Wochen angedeutet hat, mitnehmen, und versuchen, in Steinwenden nicht zu verlieren“, drückt der angehende Sportstudent auf die Euphorie-Bremse. „Für mich ist Steinwenden der Favorit, wir sind Außenseiter.“
Steinwenden stark gegen Spitzenteams
Die Aussage Ohlingers wird untermauert durch die bisherigen Ergebnisse Steinwendens. Vier seiner acht Punkte hat der SVS gegen Spitzenteams geholt: Mit 2:1 gewann Steinwenden am zweiten Spieltag gegen Oberliga-Absteiger SC Idar-Oberstein, und auch dem Verbandsliga-Spitzenreiter SV Alemannia Waldalgesheim knöpfte das Team beim 3:3 schon einen Punkt ab. Steinwenden war 2018 in die Verbandsliga aufgestiegen, wurde da noch von Daniel Graf (inzwischen Trainer beim SV Morlautern) gecoacht. Nun steht Bernd Ludwig an der Seitenlinie, trainiert und führt den SVS, der für Bodenständigkeit und familiäre Atmosphäre steht, ähnlich wie der Gegner aus Rieschweiler.
Dessen Spielertrainer Ohlinger muss am Samstag auf dem Spielfeld auf seinen Mit-Trainerkollegen Steffen Sprau verzichten, der gegen Fußgönheim kurz vor der Pause verletzt ausschied. „Steffen hat sich einen Sehnenanriss am hinteren Oberschenkel zugezogen“, bedauert er den Ausfall, „er wird sicher einige Zeit ausfallen“. Pascal Frank, der nach längerer Verletzungspause gegen Fußgönheim schon den Part von Sprau übernahm und die Aufgabe zufriedenstellend ausfüllte, könnte am Samstag von Anfang an in der Innenverteidigung übernehmen. Doch Ohlinger überlegt noch, ob er Frank in die Startelf schickt: „Ich weiss nicht, ob Pascals Kondition schon für 90 Minuten reicht. Da müssen wir uns im Trainerteam noch überlegen, wie wir vorgehen. Eventuell könnte Lukas Bißbort in die Innenverteidigung rücken.“
Emsers Einsatz noch mit Fragezeichen
Hinter dem Einsatz von Pascal Emser, dem zweiten Innenverteidiger, steht auch noch ein kleines Fragezeichen, denn er hat sich im Kick gegen Fußgönheim die Bänder gedehnt. Daniel Preuß, der Spielertrainer der zweiten Rieschweiler Mannschaft, der am Wochenende noch verletzt war, kann am Samstag nicht im Kader der Ersten stehen, weil er am Sonntag in der SGR-Zweiten im Einsatz ist. Zudem fehlt Sven-Eric Mayer aus privaten Gründen. Im Übrigen sieht der SGR-Kader so aus wie zuletzt gegen Fußgönheim. „Mit einem Punkt in Steinwenden könnte ich gut leben“, hofft Christian Ohlinger auf ein weiteres kleines Erfolgserlebnis.