Golf RHEINPFALZ Plus Artikel Rieschweiler: Heimspiele am Hitscherhof sind schon fast Routine

EGW-Sportkoordinator Felix Wiese
EGW-Sportkoordinator Felix Wiese

Heimspieltag, das bedeutet einiges an Arbeit für den Ersten Golfclub Westpfalz (EGW). Insbesondere dann, wenn wie am Sonntag ein Doppelspieltag ansteht.

Die Damen des Ersten Golfclubs Westpfalz (EGW) schlagen am Sonntag auf dem Golfplatz am Hitscherhof in der 2. Bundesliga Mitte ab, die Herren in der Gruppenliga. Eigentlich ist ja Handball durch Philip Wiese die Sportart, mit der die Familie Wiese in Zweibrücken am ehesten verbunden wird. Eine Golf-AG in der Schule brachte den jüngeren Bruder Felix aber auf den Trichter, die Sportart faszinierte ihn. „Wir hatten mit Roland Schreiber in der Berufsschule Zweibrücken eine Golf-AG. Wir sind öfter nach Bitche gefahren und haben dort den Platzreifekurs gemacht“, erzählt der 38-jährige Wiese über den früheren Sportlehrer. Danach war Wiese, inzwischen EGW-Sportkoordinator, infiziert. „Ich weiß noch, dass der Kurs während der Fußball-WM 2006 in Deutschland stattfand. Wir sind immer mit Fähnchen an den Autos nach Frankreich gefahren“, erzählt der JVA-Bedienstete.

Trotz Fußball-Weltmeisterschaft und Interesse am Sport mit dem runden Leder, verleibte ihn der Golfsport ein. „Fußball war eigentlich immer meine Hauptsportart. Ich war Torhüter in Großsteinhausen, habe früher auch in Rimschweiler, meinem Heimatort, gespielt. Heute kicke ich nur noch in der AH“, erzählt der Vater einer Tochter. Handballerisch war Wiese bei der VTZ Saarpfalz teilweise mit Bruder Philip aktiv. „Ich habe auch mal eine halbe Runde in der Dritten Liga ausgeholfen, später in der Oberliga, weil da zu wenig Personal da war. Aber ich habe eher für den Notfall auf der Bank gesessen“, erzählt der frühere Kreisläufer.

Vorher Telefonkonferenz, Platzbegehung am Tag vor dem Turnier

Jetzt am Sonntag, dem dritten Saisonspieltag der Damen und Herren, geht es nur um Golf. „Wir haben Vorgaben vom Deutschen Golfverband. Vor dem Spieltag gab es eine Telefonkonferenz mit den Schiedsrichtern. Da haben wir über den Platz gesprochen, dass alles so ist, wie es sein soll. Aber es ist bekannt, dass unser Platz sehr gut gepflegt ist“, berichtet Wiese, dessen Tochter ebenfalls mit dem Golfsport begonnen hat. In diesem Jahr seien Nachbesserungen noch nicht notwendig gewesen, um den Platz spieltauglich zu machen. „Im Vorjahr hatten wir uns mal um eine Blitzschutzhütte kümmern müssen, in der die Spieler unterkommen können, wenn es ein Gewitter gibt. Da hatte ein Zertifikat gefehlt“, erzählt Wiese.

Am Tag vor dem Spieltag gebe es noch mal eine Platzbegehung mit den Unparteiischen. „Da kann es sein, dass die Penalty-Area mal anders abgesteckt werden muss, dass ein Pfosten fehlt“, sagt Wiese zu kleineren Anpassungen. Auch die Greenkeeper seien vor Ort, falls an den Grüns noch Mäharbeiten oder andere Veränderungen nötig sind. Unabhängig von den Vorbereitungen werden alle Bahnen noch mal mit den Referees abgegangen.

Zwischenessen für die Frauen, für Herren nur danach

Eine Einladung und erste Informationen gehen bereits zwei Wochen vor dem Spieltag an die gegnerischen Golfklubs. Gesorgt wird auch für die Verpflegung. „Bei den Damen brauchen wir zwischen Einzel und Vierer noch eine Verpflegung. Bei den Herren, die nur eine Einzel-Runde spielen, gibt es nur danach Essen“, sagt Wiese, der noch ein Nudelbüfett für die Zweitliga-Frauen organisiert hat. „Wir haben mittlerweile viel Routine bei uns. Ich organisiere den Spieltag nun zum vierten Mal. Wir fühlen uns gut vorbereitet“, sagt Wiese.

„Die Aufregung wächst zum Spieltag hin. Der Heimspieltag ist immer etwas Schönes“, sagt Christine Baeck, die bei den Damen den Tagessieg anpeilt. Sie weiß aber, dass auch andere Teams den Platz gut spielen können. EGW-Spielerin Inga Nahtz ist mit an Bord, nachdem sie zuletzt mit gesundheitlichen Problemen kämpfte. „Wir haben eine tolle Mannschaft am Start“, sagt Teamkapitän Baeck, die erstmalig mit Ella Misserini, einer Luxemburgerin, plant und insgesamt eine ihrer stärksten Aufstellungen aufbieten kann. „Ich selbst bin für den Notfall Ersatz“, sagt Baeck, die in dieser Saison schon zweimal im Ligabetrieb beim Vierer, einer Art Doppel im Golf, zum Einsatz kam.

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