Contwig Reckstangen und Spielhaus: Spenden für Kita in Contwig

Kinder der protestantischen Kita Arche Noah in Contwig vor ihrem neuen Spielhaus. Ebenfalls auf dem Bild: die Erzieherinnen Nico
Kinder der protestantischen Kita Arche Noah in Contwig vor ihrem neuen Spielhaus. Ebenfalls auf dem Bild: die Erzieherinnen Nicole Berz (im Haus), Simone Perez und Leiterin Claudia Müller-Mettendorf.

Die Kinder und Erzieherinnen der protestantischen Kita Arche Noah haben ein neues Spielhaus und zwei Reckstangen als Spende erhalten.

Die beiden Reckstangen aus Metall im Wert von 1450 Euro – hinzu kommen 1250 Euro für die Montage – wurden vom Förderverein der Kita bezahlt. Den Großteil der Kosten für das Spielhaus übernahm ein privater Spender – ein inzwischen verstorbener Mann aus Zweibrücken, der anonym bleiben wollte. Das Haus allein habe 4060 Euro gekostet; die Montage durch eine Fachfirma habe mit weiteren 1500 Euro zu Buche geschlagen, erläutert Erzieherin Simone Perez. Auch hier schoss der Förderverein Geld zu, weil die Spende über 5000 Euro nicht ganz reichte.

Der Spender hatte keinen persönlichen Bezug zur Kita in Contwig. Er sei als jemand bekannt gewesen, der gern für soziale Zwecke spendete. Der Kontakt sei eher zufällig über eine gemeinsame Bekannte zustande gekommen, erzählt Perez’ Kollegin Nicole Berz. Der Mann habe das Geld auf das Konto des Fördervereins überwiesen, nachdem er erfahren habe, dass die Kita Unterstützung brauche. Seit Jahren gebe es auf dem Außengelände kein Spielhaus mehr: Das alte Holzhaus sei morsch gewesen und habe entfernt werden müssen.

Wunsch nach Investition ins Gebäude

„Der Mann hat uns das Geld gespendet, dann kam er in Zweibrücken ins Seniorenheim, und dort ist er ein halbes Jahr später verstorben“, sagt Berz. Die gemeinsame Bekannte aus Zweibrücken habe den Mann betreut und den Kontakt hergestellt. Der inzwischen Verstorbene habe schon immer viel gespendet – der Contwiger Kita allerdings zum ersten Mal. Die Einrichtung habe er vor der Spende nicht besucht.

Über Reckstangen und Spielhaus freuen sich die 65 Kita-Kinder und die 20 Erzieherinnen von Kita und Hort. Doch nach einhelliger Meinung des Teams müsste der Träger, die Evangelische Kirche, vor allem in das Gebäude dringend investieren.

So gebe es in der Kita nur fünf Toiletten für 65 Kinder. Weitere 40 Kinder würden auf der anderen Straßenseite im Hort betreut – die Kinder kämen aus Contwig und Stambach. „Es ist alles in die Jahre gekommen. Auch Stühle bräuchten wir neue“, sagt Kita-Leiterin Claudia Müller-Mettendorf. Doch es sei kein Geld da, heiße es beim Kreis, der für die materielle Ausstattung zuständig ist. Der Anbau stamme von 1993, das Hauptgebäude sei allerdings rund 100 Jahre alt.

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