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Szenenfoto: Im Hause Verneuil wird Hochzeit gefeiert.
Szenenfoto: Im Hause Verneuil wird Hochzeit gefeiert.

Krimifans wird der Hauptdarsteller der Komödie „Monsieur Claude und seine Töchter“ am Mittwoch, 12. Februar, 20 Uhr, in der Zweibrücker Festhalle bekannt vorkommen: Es ist Michel Guillaume, der von 1993 bis 2017 im ZDF bei „SOKO München“ ermittelte.

Das Stück nach dem Riesenhit des französischen Kinos von 2014 bringt rassistische Vorurteile herrlich humorvoll auf den Punkt. Claude Verneuil (Michel Guillaume, trotz den französischen Namens in München geboren) ist Notar, konservativ, politisch rechts und katholisch. Er hat vier erwachsene Töchter. Drei davon heirateten zu Claudes Kummer Männer, die ausländischstämmige Franzosen sind, aber keine Katholiken. Adèle (Yael Hahn) ist mit einem erfolglosen jüdischen Geschäftsmann verheiratet, Isabelle Katharina Gschnell) hat sich den Muslim Abderzahk (Ricardo Angelini) ausgesucht, und Michelle (Fee Denise Horstmann) wurde die Frau des chinesischen Bankers Chao Ling (Xiduo Zhao). Claudes letzte Hoffnung ruht nun auf der jüngsten Tochter Laura (Laura Antonella Rauch). Und so ist er mehr als entzückt als sie ankündigt, sie werde den katholischen Schauspieler Charles Koffi (Prince Kuhlmann) heiraten – zumindest solange, bis er den vierten Schwiegersohn zu Gesicht bekommt. Denn der ist schwarz.

Der Clou liegt in den schönen Dialogen. „Kommen Gaddafi und Woody Allen auch?“ fragt der Chinese Chao seine Frau, ob seine jüdischen und muslimischen Schwager zum Familientreffen erscheinen. „Ich und Rassist? Bitte! Ich bin Republikaner und Gaullist!“, sagt Claude Verneuil. „Ich bin kein Rassist, aber ich hätte es vorgezogen, dass mein Sohn eine Schwarze heiratet“, sagt André Koffi, der schwarze Vater von Charles. Und so versucht jeder krampfhaft den anderen zu zeigen, dass er keine Vorurteile gegen Familienmitglieder mit anderer Hautfarbe aus einem anderen Volk mit einer anderen Kultur hat – um immer wieder aus der Rolle zu fallen.

Der zweite Clou liegt in der Besetzung, die das Theater Agon aus München für das Stück gefunden hat, denn die ist so bunt wie im Film. Prince Kuhlmanns Eltern stammen aus Ghana, seine Komödienvater Eddie Jordan (er spielt den Clubbesitzer Edy in „4 Blocks“) ist in Brooklyn geboren, seine Komödienmutter Ida Ouhé-Schmidt an der Elfenbeinküste. Xiduo Zhao, der den Chinesen Chao spielt, ist in Peking geboren, aus Südtirol stammen Katharine Gschnell und Ricardo Angelini. Das macht die Komödie mindestens so authentisch wie den Film.

Karten

Karten für 22,50 bis 33 Euro gibt es im Zweibrücker Kultur- und Verkehrsamt, Maxstraße 1, Telefon: 06332/871451, E-Mail: tourist@zweibruecken.de sowie bei ticket-regional.de mit Aufschlag.

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