Handball
Quasi mit links: SV 64-Herren landen sechsten Sieg in Folge
Mit links, im Sinne von, das ist eine einfach zu lösende Aufgabe, gewannen die SV-Löwen die Partie aber nicht. „Das hatten wir ja auch nicht erwartet“, sagte SV-Trainer Stefan Bullacher, der sein Team auf eine herausfordernde Aufgabe eingestellt hatte. Unter anderem, weil in Meisenheim ohne Harz gespielt wird und Nahe-Glan seine Punkte bisher allesamt zu Hause gewonnen hat.
Dazu kam, dass die Zweibrücker kurzfristig noch größere personelle Umstellungen vornehmen mussten, als sich in der vergangenen Trainingswoche bereits abgezeichnet hatte. Nach Abwehrchef Tom Grieser fiel auch noch der meist vorgezogen deckende Abwehrspezialist Benny Zellmer krankheitsbedingt aus. „Unsere gesamte Abwehrachse war weg“, sagte Bullacher zum Ausfall eines Herzstücks im Zweibrücker Spiel.
Kockler und Soos steuern die Abwehr
Philipp Kockler und Adam Soos übernahmen in der Abwehr die Verantwortung. Das hatte natürlich noch das ein oder andere Abstimmungsproblem zur Folge, die die wurfgewaltigen HSG-Rückraumspieler zu nutzen wussten. Allen voran Heinrich Löwen, mit acht Toren erfolgreichster HSG-Werfer, der seine Trefferbilanz auf 161 Saisontore ausbaute.
Die Partie, in der auf beiden Seiten die Angriffsreihen den Ton angaben, blieb bis Mitte der zweiten Halbzeit ausgeglichen. Auf SV-Seite waren es vor allem Kockler im linken Rückraum, der zehnmal einnetzte, und neben ihm, auf der linken Außenbahn, A-Junior Max Kroner, der überragend traf. „Er hatte nur einen Fehlwurf“, lobte Bullacher den Youngster, der acht Tore zum Erfolg beisteuerte.
Meister mit starker Vorstellung am Kreis
Der linke Flügel in Angriffslaune und dazu die immer besser funktionierende Achse Adam Soos in der Rückraum-Mitte und Sebastian Meister am Kreis waren die Erfolgsfaktoren. „Die beiden harmonieren immer mehr“, freute sich Bullacher über die Leistung im Angriffszentrum. Meister bot am Kreis eine starke Vorstellung. Er netzte selbst fünfmal ein, „und hat Siebenmeter um Siebenmeter rausgeholt, weil er nur durch ein Foul zu stoppen war“, gab es auch für den Kreisläufer Sonderlob vom Coach.
Nach 45 Minuten setzte Kockler mit dem Tor zur 28:26-Führung das Signal: Crunchtime. Soos war aufmerksam, steuerte zwei Treffer dazu, dazwischen traf Joshua Eberhard. Der SV bog mit einer 30:26-Führung auf die Zielgerade der Partie ein. Nahe-Glan kämpfte, aber die SV-Jungs von der linken Seite – Kockler zum 35:31 und Kroner mit dem Treffer zum 36:31 – nahmen den Gastgebern schließlich jede Hoffnung auf einen Punkt.
So spielten sie
SV 64 Zweibrücken: Zajac - Naumann (1), Soos (6/2), Kockler (10) - Hammann (2), Kroner (8) - Meister (5) – Eberhard (5/4), Eisel
Spielfilm: 7:7 (15.), 10:7 (18.), 12:12 (23.), 16:17 (Halbzeit), 22:23 (40.), 27:31 (49.), 31:34 (58.), 32:37 (Ende) - Zeitstrafen: 3:1 - Siebenmeter: 5/2 - 4/3 Zuschauer: 200 - Schiedsrichter: Weiler/Bentz (HV Pfalz).