Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Privatklinik: Eva Lang kann demnächst im eigenen Gebäude operieren

Eva Lang vor dem neuen OP-Anbau der Villa Ipser.
Eva Lang vor dem neuen OP-Anbau der Villa Ipser.

Fast pünktlich zum zehnjährigen Bestehen der Privatklinik von Eva Lang in der alten Villa Ipser am Rothenberg ist jetzt der neue Anbau mit Operationssaal fertig geworden. Das Unternehmen Dr. Lang Esthetics und die Wohnungsbaugesellschaft (Gewobau) haben zusammen einen mittleren sechsstelligen Betrag investiert, damit die plastische Chirurgin in der eigenen Klinik operieren kann.

Angefangen hat alles im ehemaligen Evangelischen Krankenhaus, einen Steinwurf entfernt von der Villa Ipser. Dort arbeitete Eva Lang seit 2007 als Ärztin, bevor sie 2010 als Mieterin in die aufwendig sanierte Villa Ipser zog und ihre Klinik darin eröffnete. Anfangs operierte sie ihre Patienten noch im Evangelischen Krankenhaus, bis dieses 2016 geschlossen wurde. Die meisten und vor allem die größeren Operationen musste die Fachärztin seitdem komplett außer Haus in der Homburger Uniklinik erledigen. Nur kleine Operationen konnte sie in der Villa in Zweibrücken vornehmen.

Nach zwei Jahren Planungs-, Genehmigungs- und Bauzeit ist im Juni schließlich der eigene Anbau an die Villa fertig geworden. „Corona hat natürlich eine Rolle gespielt, dass es zwei Jahre gedauert hat. Aber die Villa steht auch unter Denkmalschutz“, nennt Eva Lang zwei der Gründe für die lange Zeit. Alleine Corona habe ein halbes Jahr gekostet.

Erste Operationen für Oktober geplant

Technisch ist der 32 Quadratmeter große Operationssaal mit angeschlossenem Anästhesie-Raum, Waschraum und Steril-Lager fertig, doch die Innenausstattung und die Endreinigung fehlen noch. „Ich hoffe, wir können im Oktober loslegen“, freut sich Eva Lang auf die erste Operation nach der endgültigen Freigabe.

Gerade in Corona-Zeiten sieht sie Vorteile in der Villen-Klinik, deren Kundschaft aus bis zu 200 Kilometer Entfernung anreist und auch in Landstuhl und Ramstein wohnende amerikanische Staatsbürger einschließt. „Wir haben eine abgeschlossene Atmosphäre ohne den großen Publikumsverkehr wie in einem öffentlichen Krankenhaus“, sagt sie. Durch die Investition in den neuen Operationssaal im modernen Baustil sei sie „Zweibrücken verhaftet“, sprich, für die kommenden Jahre an den Standort gebunden, obwohl sie in der Sandsteinvilla nach wie vor nur Mieterin ist.

x