Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Pokalspiel soll bei der SG Rieschweiler positive Energie freisetzen

Björn Hüther
Björn Hüther

Am Mittwoch ab 19.30 Uhr versucht die SG Rieschweiler beim VfB Reichenbach auch die dritte Runde des Verbandspokals Südwest erfolgreich zu überstehen.

„Dann bekommen wir hoffentlich mal ein Heimspiel im Pokal, denn wann wir mal zuletzt eines hatten, daran kann ich mich nicht erinnern“, bekundet SGR-Trainer Björn Hüther. Seine Mannschaft geht als Favorit in die Partie auf dem Reichenbacher Kunstrasen gegen den Achten der Bezirksliga Westpfalz. Hüther weiß, dass es kein Selbstläufer wird, denn nicht nur der Gegner wird sein Heimspiel erfolgreich bestreiten wollen. Jeder kann die Mehreinnahmen aus dem Pokal gut gebrauchen. Zudem helfen solche Zusatzspiele, sich besser einzuspielen, und sie können positive Energie freisetzen. Denn sowohl beim VfB, als auch beim Landesligisten läuft noch nicht alles rund. Wegen Urlaubern und Verletzungsausfällen musste Hüther in den beiden ersten Ligaspielen gleich vier Personaländerungen in jeder gewählten Startformation vornehmen.

Neben den beiden ersten erfolgreichen Pokalrunden (1:0 gegen SV Battweiler und 2:1 gegen Spfr. Bundenthal) hat die Hüther-Elf eine Heimniederlage (3:5 gegen TSG Trippstadt) und am Wochenende ein 3:3-Unentschieden nach 3:0-Führung beim TuS Bedesbach-Patersbach einstecken müssen.

150 gute Spielminuten

Wie wichtig ein erfolgreicher Start für den Saisonverlauf sein kann, haben gerade die Rieschweilerer in der vergangenen Spielzeit gemerkt, als sie im Oktober erst vier Punkte hatten, danach durch ihre gestartete Aufholjagd den Klassenverbleib bereits zwei Spieltage vor Rundenschluss sicher hatten. „Aber so weit sind wir noch nicht, jetzt schon von einer Krise oder einem Fehlstart zu sprechen. Auch wenn wir mit mindestens vier Punkten anstatt nur einem dastehen müssten. Dazu waren die Leistungen viel zu ordentlich“, betont der 48-Jährige. „Wir haben in der Liga 150 gute Spielminuten gezeigt und 30, die weniger gut waren“, resümiert er. „Natürlich sind acht Gegentore in zwei Spielen viel zu viel, aber das passiert. Wir hatten einen Altersdurchschnitt von 20,6 Jahren, ich glaube im ganzen SWFV gibt es das vielleicht noch bei der FCK-U21. Viele Jungs sind zum ersten Mal im Herrenfußball, von daher war das mehr als ordentlich.“

Ihm und dem SGR-Vereinsumfeld sei bewusst, dass alles nicht auf Anhieb oder von heute auf morgen in die richtige Spur kommt, „auch wenn sich das jeder natürlich sofort wünscht“ Der verantwortliche SGR-Trainer gibt in diesem Zuge ehrlich zu, dass er nicht genau wisse, warum die Spieler den Kopf verlieren, wenn sie ein Gegentor bekommen und dann wie beispielsweise am Sonntag eine 3:0-Führung noch zu einem 3:3 aus der Hand gegeben wird. „Bis zur 75. Minute hatten wir den Gegner komplett im Griff – und dann schießen sie das erste Mal aufs Tor, und wir brechen zusammen.“

„Besser als Training“

Die Pokalpartie kommt ihm gelegen: „Spiele sind besser als Training für die Jungs in dieser Entwicklungsphase.“ Am Mittwochabend werde es wieder zu personellen Wechseln kommen, von einer B-Elf will Hüther jedoch nicht sprechen. Er und sein mitspielender Co-Trainer Christian Ohlinger werden dennoch etwas rotieren, um die Spielzeit bei einigen zu erhöhen. „Unter Druck setzen wir die Mannschaft weder in Ligaspielen noch im Pokal. Wir wissen, den Pokal werden wir nicht holen, aber eine Runde wollen wir noch weiterkommen. Es soll am Mittwoch der Mannschaft wieder Spaß machen, zusammen auf dem Platz zu stehen.“

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