Zweibrücken
Pirmasenser Straße im August voll gesperrt
Zwischen dem 16. und 31. August wird nach Angaben der Stadtverwaltung die Hauptwasserleitung unter der Hofenfels- und Pirmasenser Straße im sogenannten Inlinerverfahren saniert. Betroffen ist der Abschnitt zwischen den Einmündungen der Gewerbestraße, die während der zweiwöchig angesetzten Bauzeit als Umleitungsstrecke für den Durchgangsverkehr dient. „Eine Zufahrt zur Pirmasenser Straße ist dann auch von den beiden Querstraßen Ackerweg und Katzenwiese nicht möglich“, wie Stadtpressesprecher Jens John anmerkt.
Die Arbeiten werden nach seinen Angaben jeweils von Montag bis Donnerstag ausgeführt. Je nach Lage der Arbeiten ist die Baustelle aber nachts bis zum nächsten Morgen um 7 Uhr befahrbar. Laut John wird tagsüber bis etwa 20 Uhr an der Baustelle gearbeitet, „sodass die Sperrung von 20 Uhr bis 7 Uhr aufgehoben werden könnte, wenn es die Situation vor Ort zulässt“. Von Freitag bis Montagfrüh, 7 Uhr, ruhen die Arbeiten. „Während dieser Zeit ist die Vollsperrung aufgehoben“, so John.
Die Stadt weist nur die Gewerbestraße als Umleitungsstrecke aus. Das Ordnungsamt beabsichtigt laut John nicht, den aus dem Schwarzbachtal Richtung Zweibrücken fließenden Verkehr schon an der Dorndorfkreuzung auf die gesperrte Pirmasenser Straße hinzuweisen. „Nur wenn die Gewerbestraße verkehrsmäßig überlastet wäre, würde die Stadt das in Erwägung ziehen“, erklärt John. Denn wer von Contwig kommend die Zweibrücker Innenstadt als Ziel hat, kann entweder kurz hinter der Dorndorfkreuzung rechts zur Gewerbestraße hin abbiegen oder die L 471 noch ein paar hundert Meter weiter fahren und an der Abfahrt Landauer Straße die Landesstraße verlassen und am Kreisel Niederauerbach in die Hofenfelsstraße abbiegen. In die Gegenrichtung ist die Landauer Straße noch eine Weile gesperrt.
In vielen älteren Kanalrohren bilden sich Risse oder platzen Teilchen ab. Statt die Straße aufzugraben und dann die Leitungen auszutauschen, setzen immer mehr Kommunen auf das moderne Inlinerverfahren. So auch bei den Arbeiten in der Hofenfels- und Pirmasenser Straße. Dabei wird – einfach ausgedrückt – eine intakte Innenhaut in der Leitung platziert. Über wenige Zugangspunkte – meist an den Kanalschächten – werden spezielle Schläuche aus Fiberglas in den Kanal eingezogen und durch Überdruck an die alten Rohre gepresst, sodass sie Risse abdichten und anschließend aushärten. Die so sanierten Rohre haben eine ähnliche Lebensdauer wie neu verlegte Kanäle. Aber es entstehen weniger Lärm, Staub und Erschütterungen. Außerdem verringert sich die Bauzeit, und es ist kostengünstiger.