Handball
Perspektive mit zwei Szenarien für Drittligist SV 64 Zweibrücken
Er nahm als Trainer des SV 64 Zweibrücken an der Konferenz teil. Die Lösungsalternativen, die jetzt auf dem Tisch liegen, „sind für uns absolut nachvollziehbar“, findet der SV-Coach, dessen Team seit Jahresbeginn wieder in Zweibrücken trainieren darf. Die Spieler werden regelmäßig Corona-Tests unterzogen. Tests vor den Spielen, die hinzukommen werden, sind ein Grundpfeiler für die Rückkehr in den Spielbetrieb. Zwei Sehnsüchte gäbe es, skizziert Bullacher. Zum einen, und das habe oberste Priorität: „Die Sehnsucht nach Sicherheit“, sagt er. Das bedeute, dass die Gesundheit aller an erster Stelle stehe. „Es gibt aber auch die Sehnsucht nach dem Handball“, bekennt er.
Lösung zwei: Ab April/Mai in kleineren Gruppen
Um die stillen zu können, zeichnen sich nun unter den Voraussetzungen, dass die Gesundheit Priorität hat und die Länder den Spielbetrieb erlauben, folgende Lösungen ab: Im Idealfall, den alle mit Blick auf die bundesweiten Inzidenzzahlen als eher unwahrscheinlich einstufen, können alle Drittligisten ab Februar wieder trainieren. Wenn bundesweit ein Spielbetrieb mit mindestens 90 Prozent der Drittliga-Teams – das wären 65 Vereine – möglich ist, geht es los. In einer Einfachrunde wird in den aktuellen Staffeln die Saison zu Ende gespielt. Spiele der Vereine, die nicht antreten können oder wollen, werden als verloren gewertet. Ausstehende Nachholspiele werden gespielt.
Als wahrscheinlicher wird aber Szenario zwei erachtet. Das greift, falls ab März kein flächendeckender Spielbetrieb möglich ist. Dann soll im April/Mai in kleineren Gruppen gespielt werden. Es gibt keine sportlichen Absteiger. Wer freiwillig absteigen möchte, kann dies tun. In einer Gruppe werden alle Vereine spielen, die in die Zweite Bundesliga aufsteigen wollen. Sie müssen melden und die entsprechenden Lizenzanforderungen erfüllen. Wer aus dieser Aufstiegsgruppe nicht aufsteigt, nimmt kommende Saison am DHB-Pokal teil. Alle Drittligisten, die ebenfalls am DHB-Pokal teilnehmen wollen, sowie die Zweitvertretungen von Vereinen in der Dritten Liga (die nicht aufsteigen dürfen), spielen die weiteren Pokalteilnehmer in regionalen Runden aus.
Tritt ein Spieler an Corona-Test an, gilt die Partie für sein Team als verloren
In Abhängigkeit von der Meldezahl wird für alle weiteren Vereine das Spielsystem entwickelt. Dann klärt sich die Frage, in wie vielen Gruppen gespielt wird. Die Gruppen sollen so gestaltet sein, dass nach Möglichkeit Hin- und Rückspiele im vorgegebenen Zeitraum ausgetragen werden können. Falls das nicht möglich ist, wird im Play-off-Modus gespielt. Von der Meldezahl hängt, abgesehen vom Infektionsgeschehen, auch der Starttermin für die Runde ab. Letzter Spieltag soll Pfingsten sein. Alle Vereine müssen das vorgegebene Testkonzept erfüllen. Wird ein Spieler eingesetzt, der nicht ordnungsgemäß getestet wurde, wird ein Spiel als verloren gewertet.
Hammann und Zellmer haben verlängert
Beim SV 64 bereitet man auf den erhofften Re-Start vor. Es laufen auch die Planungen für die Saison 2021/22. Die beiden Kapitäne setzen das erste Zeichen: Kapitän Philipp Hammann, der seit der C-Jugend das SV-Trikot trägt, und sein Stellvertreter Benny Zellmer, der in seine zehnte SV-Saison geht, haben ihre Verträge verlängert.