Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Parkhaus am Schloss: Das ändert sich für Autofahrer

Die Münzstraße Richtung Helmholtz-Gymnasium soll schöner werden.
Die Münzstraße Richtung Helmholtz-Gymnasium soll schöner werden.

Einer der wichtigsten Zweibrücker Plätze wird neu gestaltet. Das hat auch Auswirkungen aufs Parkhaus. Mit einer Sache konnte sich der Bauausschuss aber nicht anfreunden.

Der Zweibrücker Alexanderplatz wird aufgewertet. Der Bauausschuss hat in seiner Sitzung am Dienstag erste kleinere Maßnahmen beschlossen. So bekommt der Platz eine weitere Baumreihe südlich des Wasserspiels, einen Wasserspender sowie mobile Sitzgelegenheiten und Pflanzkübel. Gegen die Baumreihe stimmte Elisabeth Metzger (CDU). Sie betonte, sie habe nichts gegen Bäume, aber der Blick auf die Alexanderskirche sollte frei bleiben. Der Rest der CDU-Fraktion enthielt sich. Elisabeth Metzger stimmte auch gegen die neuen Sitzmöbel. Sie befürchtet, dass die doch nur verschandelt oder zerstört werden, sagte sie auf Nachfrage der RHEINPFALZ.

Diskussion pro und contra Sonnensegel

Nicht anfreunden konnte sich der Ausschuss mit den Sonnensegeln, die das Wasserspiel beschatten sollen. Rolf Franzen (CDU) war der Meinung, man könne Sitzgelegenheiten beschatten, damit Eltern nicht in der prallen Sonne sitzen, wenn sie ihren Kindern beim Spielen zusehen. Die Kinder selbst würden aber durchs Wasser rennen und bräuchten dabei keinen Schatten. Kurt Dettweiler (FWG) stimmte ihm zu und fand, es koste unnötig Geld, die Segel im Winter, bei Festen oder bei einem Unwetter abzubauen. Sein Fraktionskollege Ulrich Schüler wollte ebenfalls wissen, was bei Sturm und Gewitter ist: „Wer kommt da gerannt und macht die Segel weg?“ Oberbürgermeister (OB) Marold Wosnitza konnte ihn beruhigen: „Die Segel sind an der Nordsee aufgebaut, die stecken das weg.“ Anne Oberle (FDP), „die einzige hier, die noch kleine Kinder hat“, hielt die Beschattung auch für unnötig. Norbert Pohlmann (Grüne) und Klaus Fuhrmann (SPD) hielten die Segel zwar für sinnvoll, enthielten sich bei der Abstimmung aber ebenso wie Frank Schmid (SPD). Der Rest war dafür, die Segel zu streichen.

Diskussionen gab es auch bei der Frage, wie künftig der Verkehr am Parkhaus geleitet werden soll. Die Stadt wünscht sich, dass die Münzstraße, die vom Alexanderplatz Richtung Helmholtz-Gymnasium führt, stärker als Verbindung gesehen wird. Dafür sollen dort weniger Autos fahren. Ganz schließen kann man sie nicht, denn sie dient als Zufahrt zum Parkplatz der Sparkasse. Außerdem muss der Lieferverkehr für den Netto-Markt die Straße benutzen. Ansonsten müssten die Laster zwischen Parkhaus und ehemaligem City-Outet wenden, was schwierig bis unmöglich ist.

Neue Verkehrsregelung am Parkhaus

Eine Änderung wird es dennoch geben: Autos, die aus dem Parkhaus ausfahren, müssen derzeit nach rechts abbiegen und ums Parkhaus herum durch die Münzstraße fahren. Diese Regelung wird geändert. Wer aus dem Parkhaus kommt, biegt künftig links ab und nutzt denselben Weg, auf dem er gekommen ist. Die Meinungen waren auch hier gespalten. Rolf Franzen hatte Angst, Linksabbieger können einfahrenden Lastwagen in die Quere kommen. Frank Schmid sah den Nutzen einer neuen Verkehrsregelung nicht und wollte „den Rundkurs beibehalten“. Norbert Pohlmann war dafür, die Münzstraße zu entlasten, und auch Kurt Dettweiler sprach sich deutlich für die neue Verkehrsregelung aus: „Ich will das.“ Am Ende stimmten CDU und Frank Schmid (zusammen sechs Stimmen) gegen die neue Verkehrsregelung, SPD, Grüne, FWG und FDP (acht Stimmen) waren dafür. Die AfD (zwei Stimmen) enthielt sich.

Die baulichen Maßnahmen, Schilder und Pflanzkübel für die Münzstraße kosten etwa 25.000 Euro. Dazu kommt eine neue Beleuchtung. „Hier hinten ist es einfach viel zu dunkel nachts. Hier muss Licht rein“, fand OB Wosnitza. Kurt Dettweiler merkte zudem an, dass die Toiletten im Parkhaus „in einem bedauernswerten Zustand“ seien.

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