Zweibrücken Palatia: Die Angst soll aus den Köpfen raus

Zweibrücken. Bislang hatte der SV Palatia Contwig in der A-Klasse Pirmasens/Zweibrücken nur ein Erfolgserlebnis, am Samstag (17 Uhr) soll ein zweites hinzukommen: Der Tabellenvorletzte tritt beim FC Fischbach an. In der B-Klasse Kusel/Kaiserslautern Süd ist die SG Bechhofen/Lambsborn gut in die Saison gestartet, am Samstag, 16 Uhr, bekommt es der Tabellenzweite mit dem punktlosen Schlusslicht SG Gries/Steinbach zu tun.
Was ist los am Contwiger Bahnhof? Aus sieben Spielen hat der SV Palatia Contwig nur drei Punkte geholt, am fünften Spieltag beim 6:2 gegen den SV Hochstellerhof. Ansonsten haben die deutlich stärker eingeschätzten Contwiger nur Niederlagen eingefahren, Spielleiter Jürgen Hoffmann hat sich den Saisonstart weiß Gott anders vorgestellt. „Wir hatten aber auch ein sehr schweres Auftaktprogramm“, sagt er. Das Problem, das die Palatia jetzt habe, sei ein psychologisches. „Den Spielern fehlt das Selbstvertrauen. In dieser Situation hat man Angst, Fehler zu machen“, sagt er. Befreiter aufspielen könne man erst wieder, wenn eine kleine Serie gelinge, mit dem Spiel beim FC Fischbach sei die Hoffnung verbunden, das Ruder herumzureißen. „Wobei Fischbach schwer einzuschätzen ist. Die Mannschaft gewinnt gegen Große und verliert gegen Kleine.“ Schwierigkeiten werde man womöglich mit dem großen Fischbacher Platz bekommen. „Auf den müssen wir uns halt einstellen“, fordert Hoffmann. Personelle Probleme habe Contwig derzeit keine, nur auf Spielertrainer Stefan Höh müsse man gegen Fischbach verzichten. Höh hat sich im Spiel gegen den SV Hermersberg II am vergangenen Sonntag von der Linie aus mit dem Referee angelegt, ist jetzt Rot-gesperrt. Der Blick auf die Tabelle der B-Klasse Kusel/Kaiserslautern Süd kann Spielertrainer Benjamin Mayer von der SG Bechhofen/Lambsborn voll zufriedenstellen. Sein Team liegt zwei Punkte hinter Spitzenreiter Brücken auf Rang zwei, zuletzt gewann die SG mit 3:1 beim TuS 04 Hohenecken II. „Es läuft vor allem in der Offensive gut“, stellt Mayer fest. Die Mannschaft brauche wenig Chancen, um Tore zu machen (Torverhältnis: 22:16 nach sieben Spielen). „Wir fangen aber noch zu viele Gegentreffer, das muss besser werden.“ Am Wochenende ist in Lambsborn Kerwe, die Partie gegen das Schlusslicht SG Gries/Steinbach findet also unter besonderen Bedingungen statt. Mayers Team sei noch einen Tick motivierter, ein Dreier fest eingeplant. Nach dem Motto „der Tabellenletzte wird weggehauen“ werde man aber nicht ans Werk gehen. „Gries/Steinbach hat zuletzt gegen Brücken nur 3:4 verloren“, mahnt Mayer. Auf den VfL Wallhalben als Spitzenreiter der C-Klasse Pirmasens/Zweibrücken Mitte wartet am Sonntag (15 Uhr) wohl eine leichte Heimaufgabe gegen den TuS Maßweiler II. In Wallhalben ist man aber wegen den Erfahrungen der letzten Jahre vorsichtig. Mehrfach wurde der VfL als heißer Favorit auf den Titel gehandelt, man spielte auch oben mit. Zum Aufrücken in die nächsthöhere Etage hat’s aber nicht gereicht, weshalb Spielleiter Dirk Stiwitz die Erwartungen bewusst nicht zu hoch schraubt. „Wir haben wirklich schon Pferde vor der Apotheke ... sehen“, sagt er. Die bislang unbefleckte Weste der VfL-Kicker solle auch nach der Partie gegen den TuS Maßweiler II weiß sein. Echte Zweifel, dass gegen das punktlose Schlusslicht der Klasse ein Dreier eingefahren wird, hat der VfL-Funktionär nicht. „Aber auch das Spiel muss erst gespielt werden.“ (bun)