Zweibrücken Oettinger sieht Zweibrücker Flughafen nicht als Opfergabe für den Hahn
Die in der Südwestpfalz mitunter geäußerte Befürchtung, die Insolvenz des Zweibrücker Flughafens sei ein Opfer der rheinland-pfälzischen Landesregierung dafür, dass der Flughafen Hahn bestehen bleiben könne, weist der deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU) im RHEINPFALZ-Interview zurück.
In den Verhandlungen zum Hahn habe Zweibrücken nie in einer direkten oder indirekten Form eine Rolle gespielt, sagte er. Auch nicht der Nürburgring, das dritte Problemprojekt des Landes, über das die EU-Kommission voraussichtlich im September entscheiden wird. Allerdings räumte Oettinger ein, dass sich mehr Akteure aus Rheinland-Pfalz in Brüssel für den Hahn eingesetzt hätten. Der Hunsrück-Flughafen ist nach seinen Worten „strukturpolitisch vielleicht noch wichtiger“ als Zweibrücken. Oettinger ist in der EU-Kommission derzeit für Energie zuständig. Wenn sich das Gremium voraussichtlich im November unter Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker neu zusammensetzt, wird er möglicherweise eine andere Aufgabe übernehmen, er sei aber auch bereit, den Energiebereich weiter zu machen, sagte er. (kad)