Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Oberligist SV 64 Zweibrücken siegt und verkündet wegweisende Personalie

Stefan Bullacher (links) wird Jugendkoordinator beim SV 64, Co-Trainer Klaus-Peter Weinert (rechts) wird sein Nachfolger beim Ob
Stefan Bullacher (links) wird Jugendkoordinator beim SV 64, Co-Trainer Klaus-Peter Weinert (rechts) wird sein Nachfolger beim Oberliga-Team.

Mit einem Sieg hat sich Handball-Oberligist SV 64 Zweibrücken in die Weihnachtspause verabschiedet. Das 31:27 (15:8)- gegen den TV Nieder-Olm rückte aber in den Hintergrund, weil der SV eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft bekanntgab: Trainer Stefan Bullacher gibt zum Saisonende das Traineramt ab. Sein Co-Trainer Klaus-Peter Weinert übernimmt.

Bullacher, der mit dem SV drei Mal den Aufstieg in die Dritte Liga schaffte und 2018 zu seinem Heimatverein zurückgekehrt war, bleibt aber als Jugendkoordinator bei den Zweibrückern und wird aktiv wieder stärker in die Trainingsarbeit bei der Jugend einsteigen.

„Wir sind froh, dass wir Stefan von einem weiteren Engagement in unserem Verein überzeugen konnten“, sagte der SV-Vorsitzende Jürgen Knoch. Die DNA, die den guten Ruf des SV deutschlandweit begründet – mit eigenen Talenten sportliche Erfolge feiern –, soll gestärkt werden. Diese DNA hat auch Bullachers Nachfolger beim Oberligateam, Klaus-Peter Weinert. Der 43 Jahre alte B-Schein-Inhaber spielte für den SV, trainierte die A-Junioren in der Bundesliga, führte vergangene Saison den SV II zur Saarlandligameisterschaft, ist als Jugendtrainer engagiert und Co-Trainer bei den Herren.

Kampfgeist gezeigt

Am Samstag gegen den TV Nieder-Olm erlebte das Trainerduo lange Zeit einen unerwartet ruhigen Samstagabend. „Es war sicher eine unserer besten Halbzeiten in dieser Saison“, freute sich Bullacher über die Leistung in den ersten 30 Minuten. Das vom Verletzungspech verfolgte SV-Rumpfteam zeigte, was in dieser Saison oft vermisst wurde: Leidenschaft und Kampfgeist. So zogen die Zweibrücker völlig verdient binnen zehn Minuten auf 8:1 weg.

„Klasse Adam“, lobte Bullacher seinen Spielmacher Adam Soos für erfolgreiche Abwehrarbeit. Soos überzeugte auch im Angriff – mit elf Toren insgesamt und vor allem wichtigen Toren zur richtigen Zeit. Als Nieder-Olm durch den starken Lars Klasmann auf 21:25 (51.) verkürzte, war es zunächst Routinier Benny Zellmer, der in der Abwehr einen Ball abfing und die Gegenstoßchance zum 26:21 nutzte. Mit seinem Treffer zum 27:21 machte Soos klar, dass die Punkte in Zweibrücken bleiben sollten. „Jungs, mehr Tempo, Tempo, Tempo“, forderte TV-Trainer Udo Henß, als die Zweibrücker Kräfte schwanden. In der 57. Minute verkürzte Niclas Josten noch mal auf 25:28, aber mit einem Doppelschlag machte Soos alles klar, brachte den SV uneinholbar mit 30:25 in Führung.

Tor des Jahres

Neben dem Trainerwechsel sorgte ein Tor des Jahres für Gesprächsstoff. Youngster Jan-Ole Schimmel erzielte es. Die Spielzeit im ersten Durchgang war abgelaufen. Der lange Schlaks trat zum direkten Freiwurf an, streckte sich akrobatisch an der breiten Nieder-Olmer Mauer vorbei und warf den Ball zum 15:8 ins Tor.

Ein weiterer SV-Spieler hatte Grund zur Freude: Nach sieben Spielen, in denen er trotz bester Chancen kein Tor geworfen hatte, traf Sebastian Meister wieder. „Ich freue mich riesig“, sagte er. Dabei hatte es schlecht begonnen: erste Chance, nicht genutzt. „Unbewusst denkt man wahrscheinlich doch zu viel, will alles richtig machen“, sagte Meister, der von allen Rudi genannt wird. Er machte in der Folge fast alles richtig. Stark seine Abwehraktion in der 16. Minute, als er einen Nieder-Olmer Angriff abfing. „Super, Rudi“, lobte Bullacher. Drei Minuten später platzte der Knoten im Angriff: Vom Kreis traf Meister zum 12:3. Drei weitere Treffer gelangen ihm. „Klar gibt das neues Selbstvertrauen“, sagte Meister. Mit dem können er und seine Teamkollegen ins nächste Jahr gehen.

So spielten sie

SV 64 Zweibrücken: Zajac, 49. Foluszny - Naumann (3), Soos (11/2), Finck (2) - Hammann (2), Kroner (3) - Zellmer (4), Winter (1), Eberhard, Schimmel (1)

TV Nieder-Olm: Strüder - Steinert (2), Max Wolf (2), Klasmann (13/5) - Schildmann (1), Krekel 82) - Bargon (1) – Malte Wolf (1), Osterhagen, Bormet, Josten (5)

Spielfilm: 8:1 (10.), 12.5 (22.), 15:8 (Halbzeit), 23:15 (43.), 25:21 (48.), 27:21 (54.), 28:25 (57.), 31:27 (Ende) - Zeitstrafen: 2:0 - Siebenmeter: 3/2 - 7/5 - Beste Spieler: Meister, Soos - Klasmann - Zuschauer: 200 - Schiedsrichter: Bentz/Weiler (Pfälzer HV).

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