Zweibrücken Noch wechselt er zwischen Baustelle und Büro

Vom 1. Januar 2015 an wird Christoph Strobel als Geschäftsführer an die Seite seines Vaters Klaus treten. Für den 1. August nächsten Jahres ist im Contwiger Malerbetrieb Strobel dann der Übergang der alleinigen Geschäftsführung an den Juniorchef geplant.
Verdientermaßen stolz präsentiert der 24-jährige Christoph Strobel seinen frisch erworbenen Meisterbrief. Das Diplom ist der Lohn einer umfassenden Ausbildung, die den jungen Contwiger nach bestandener Abiturprüfung zunächst für zwei Jahre in den elterlichen Betrieb führte, wo er das Maler- und Lackiererhandwerk von der Pike auf erlernte. Die beiden Lehrjahre absolvierte Christoph Strobel mit der Note Eins. Doch damit hatte sein Ausbildungsweg noch längst nicht das Ende gefunden: An der renommierten Gewerblichen Schule für Farbe und Gestaltung in Stuttgart nutzte er das Angebot, eine zusätzliche Weiterbildung zum staatlich geprüften Betriebsmanager in der Fachrichtung Farbtechnik wahrzunehmen. Die Meisterausbildung in Vollzeit schloss Christoph Strobel als Klassenbester ab, was ihm zudem eine Auszeichnung für seinen exzellenten Notendurchschnitt 1,3 bescherte. Inzwischen ist der künftige Juniorchef in den heimischen Betrieb in der Contwiger Bahnhofstraße zurückgekehrt. Dort packt er zurzeit als Angestellter an – und zwar so lange, bis Christoph Strobels sorgsam vorbereitete Einarbeitungszeit vorüber ist. Derzeit ist für ihn ein regelmäßiger Wechsel zwischen Baustellen-Einsätzen und der kaufmännischen Verwaltungstätigkeit im Büro angesagt. Hier profitiert er von der Erfahrung der Mutter Karola Strobel, die seit Jahren die Büroarbeiten im Betrieb managt. „Mein Vater geht im kommenden August in Rente“, blickt der frischgebackene Maler- und Lackierermeister und künftige Firmenchef nach vorn. Der eingeführte Name des Unternehmens soll unverändert bleiben: Der Contwiger Malerbetrieb Strobel GmbH hat sich unter anderem durch seinen Einsatz bei Kirchenrenovierungen in der weiteren Umgebung Meriten erworben. Der Aktionsradius erstreckt sich nicht nur auf Rheinland-Pfalz, sondern auch über das gesamte Saarland. „Unser Malerbetrieb beschäftigt zurzeit zehn Mitarbeiter“, erläutert Christoph Strobel und ergänzt, dass in dieser Zahl die guten Geister im Büro mit inbegriffen sind. Seit jeher genießt Contwig einen guten Ruf als Dorf der Gipser und Maurer. „Wo diese beiden Handwerksberufe zu Hause sind“, so hatte der Vater und Firmengründer Klaus Strobel bereits vor Jahren gesagt, „gehören Malermeister zwangsläufig dazu“. Anfang der 1990er Jahre hatte sich Klaus Strobel selbstständig gemacht und als erstes Unternehmen im neuen Contwiger Gewerbegebiet am Bahnhof das Wohnhaus mit Betriebsstätte errichtet. (ghm)