Zweibrücken
Neubaugebiet Mittelbach: „Das ging sehr schnell“
Sehr zufrieden über den Baufortschritt äußerten sich diese Woche bei einer Begehung des Mittelbacher Neubaugebiets Bickenalbblick Ortsvorsteher Kurt Dettweiler und Investor Werner Ipser. Letzterer hat das Baugebiet unterhalb des Mittelbacher Friedhofs innerhalb eines Jahres erschlossen und von acht Bauplätzen in einem Dreivierteljahr sieben verkauft.
„Das ging sehr schnell. Zum einen durch die Unterstützung der Ortsgemeinde, der Stadt und des Bauausschusses, aber ich selbst habe auch Gas gegeben“, sagte Ipser. Dabei waren zu Anfang einige Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Zuerst war die Zufahrt zum Baugebiet über eine Stichstraße an der Leichenhalle vorbei geplant und dann verworfen worden. Die Zufahrt erfolgt nun über eine eigens angelegte Einfahrt direkt von der Lindenhofstraße. Die sei eventuell zu steil für Müllautos, sodass die Bauherren ihre Mülltonnen alle an die Lindenhofstraße fahren müssten, wurde dann kritisiert. „Ich habe die Straße 40 Zentimeter tiefer gebaut“, sagte Ipser, und auch Dettweiler zeigte sich optimistisch, dass die Müllwagen-Problematik Schnee von gestern sei.
Allerdings steht die endgültige Probe, die er mit dem UBZ vereinbart hat, noch aus. Denn die kann erst erfolgen, wenn die Straße des Neubaugebiets asphaltiert ist. Das wiederum passiert laut Ipser, wenn mindestens 50 Prozent der Häuser gebaut sind. So lange bleibt die Baustraße noch ohne zwölf Zentimeter höhere Asphaltdecke. Auch Anwohnern oberhalb des Baugebietes kam Ipser entgegen, indem er die zulässige Traufhöhe von ursprünglich elf Metern auf acht Meter absenkte. „Das hat nicht wehgetan, und es ist auch keiner abgesprungen deshalb“, machte der Investor deutlich.
Auf den acht Bauplätzen zwischen 510 und 766 Quadratmetern Größe entstehen laut Ipser zweigeschossige Einfamilienhäuser, die er Stadtvillen nennt, für deren Bau die jeweiligen Bauherren aber selbst verantwortlich sind. Ipser selbst hat nur die Erschließung und Vermarktung des Baugebiets übernommen. 80 Prozent der Häuser seien Fertighäuser, eines sei ein zweistöckiges Haus mit Flachdach. Zwei Käufer haben mit dem Hausbau bereits begonnen.
Die Privatstraße ist laut Ipser 1100 Quadratmeter groß und als Sackgasse mit einem Wendehammer ausgestattet. Die Erschließung mit Strom, Wasser, Abwasser und Glasfaserleitungen erfolgt über ein eigenes Zählerhaus an der Altheimer Straße. Für die Unterstützung der Gemeinde Mittelbach bedankte sich Ipser und versprach eine Spende von 1000 Euro für den Blumenschmuck im Vorort. Auch der Instandhaltung der Weihnachtssterne soll Ipsers Spende dienen. Denn der Erlös des Weihnachtsmarkts, der bisher dafür verwendet wurde, fehlt dem Vorort in diesem Jahr coronabedingt.