Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Nach Infektionen an Schulen: 64 Schüler in Quarantäne

Mehrere Wochen war das Corona-Testzentrum an der Kasernenstraße im Schlafmodus. Am Montag warteten dort zahlreiche Personen auf
Mehrere Wochen war das Corona-Testzentrum an der Kasernenstraße im Schlafmodus. Am Montag warteten dort zahlreiche Personen auf ihren Schnelltest, darunter viele Schüler.

Der Unterricht an der IGS Contwig, der Mannlich- Realschule plus und dem Hofenfels-Gymnasium wird trotz einiger positiver Corona-Fälle vom Wochenende fortgesetzt. Zahlreiche Jugendliche müssen jedoch zu Hause bleiben.

Ab 8 Uhr standen die Helfer des Deutschen Roten Kreuzes am Montag bereit, um am Corona-Container an der Kasernenstraße Schnelltests durchzuführen. Die Helfer hatten viel zu tun. Eine lange Autoschlange wartete bereits, bis sich der Rollladen des als Drive-in organisierten Testzentrums öffnete.

Unter den Wartenden waren zahlreiche Schüler. Am Wochenende bestätigte das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung die Covid-19-Erkrankung je eines Schülers der Mannlich-Realschule und des benachbarten Hofenfels-Gymnasiums sowie zweier Schüler der Integrierten Gesamtschule Contwig. Daher hat das Gesundheitsamt am Wochenende die Mitschüler der Infizierten informiert und sie gebeten, sich testen zu lassen. „Wir haben gestern eine E-Mail vom Gesundheitsamt erhalten. Darin steht, dass ein Schüler der zehnten Klasse und einer der siebten Klasse sich angesteckt haben und wir uns freiwillig testen lassen können. Deshalb sind wir hier“, sagte am Montagmorgen die Mutter einer Schülerin der Contwiger IGS, die auf dem Beifahrersitz saß. Etwa 15 Minuten später konnten Mutter und Tochter aufatmen. Der Test fiel negativ aus. Genauso wie die rund 60 weiteren Schnelltests, die vom DRK bis 10 Uhr durchgeführt wurden. Einer der Helfer betonte, dass am Testcontainer lediglich „die asymptomatischen Fälle“ getestet werden, also jene Personen, die keine Krankheitsanzeichen zeigen. Für Menschen mit Husten, Geschmacksverlust oder Fieber – typische Symptome einer Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2 – sollen sich weiterhin mit ihrem Hausarzt in Verbindung setzen.

Unterricht wie bisher

Während an der Kasernenstraße die Autoschlange langsam kleiner wurde, informierte das Hofenfels-Gymnasium auf seiner Internetseite über den Fall vom Wochenende. „Das hat für viel Nervosität und Besorgnis gesorgt“, sagte Schulleiter Jörg Neurohr am Vormittag. Vom Schulamt habe man am Morgen die Auskunft erhalten, dass es sich bei dem positiven Fall um eine Schülerin handelt, die seit 6. November den Unterricht nicht mehr besucht hat und deshalb keine weiteren Maßnahmen notwendig seien. Das heißt: Der Unterricht findet wie bisher in der Schule statt. Das Gleiche gilt auch für die IGS Contwig und die Mannlich- Realschule – auch hier befinde sich die Schülerin seit 7. November in häuslicher Quarantäne –, teilte die Kreisverwaltung am Nachmittag mit.

Allerdings werden die Klassenverbände in den Schulen in den kommenden Wochen deutlich kleiner sein. Laut Kreissprecher Thorsten Höh befinden sich an der IGS Contwig 35 Schüler aus zwei Klassen in häuslicher Isolation, „an der Mannlich-Realschule traten 14 Personen, am Hofenfels-Gymnasium 15 Personen eine häusliche Quarantäne an“, teilte Höh mit. Neurohr sei vom Gesundheitsamt im Laufe des Vormittags über die Infektion einer Schülerin informiert worden. Ob es sich dabei um den am Sonntag vom Kreis gemeldeten Fall oder eine weitere Infektion handelt, konnte bis Redaktionsschluss nicht geklärt werden. „Wir haben daraufhin die Sitzpläne der Lerngruppen ans Gesundheitsamt geschickt, auf deren Basis nun die Kontaktpersonen ermittelt werden“, sagte Neurohr. Markus Meier, Leiter der Mannlich-Realschule, war am Montag telefonisch nicht zu erreichen. Bereits am Freitag hatte er die Eltern über „positiv auf Covid-19 getestete Personen aus der Schülerschaft“, informiert. Diese befänden sich in häuslicher Quarantäne. Das Gesundheitsamt prüfe nun, ob auch Kontaktpersonen, zum Beispiel Banknachbarn im Unterricht, ebenfalls in häusliche Quarantäne müssten. Diese Schüler erhalten ihre Arbeitsaufträge über eine Lernplattform. Alle anderen „dürfen und sollen weiterhin zur Schule kommen“, schrieb Meier.

Zwei weitere Todesfälle

Am Montag wurden in Zweibrücken, Pirmasens und dem Landkreis Südwestpfalz sechs weitere Covid-19-Fälle und zwei Todesfälle nach Corona-Infektion bestätigt. Der Kreisverwaltung zufolge starb ein Zweibrücker mit Corona-Infektion im Landstuhler Nardini-Klinikum. Außerdem starb ein Mann im Pirmasenser Krankenhaus. Vier der bestätigten Neuinfektionen betrifft Personen, die sich als Kontaktpersonen bereits in häuslicher Quarantäne befanden – je zwei in Pirmasens und der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land. Bei je einem Patienten aus Pirmasens und der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben ist noch nicht klar, wo sie sich angesteckt haben.

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