Zweibrücken Nach „Amok“-Drohung: Polizeieinsatz an Realschule

Mehrere Streifenbesatzungen rückten an die Schule aus und stellten sicher, dass keine Gefahr bestand.
Mehrere Streifenbesatzungen rückten an die Schule aus und stellten sicher, dass keine Gefahr bestand.

Ein 13-Jähriger hat am Montagmorgen gegen 8.30 Uhr einen Polizeieinsatz an der Herzog-Wolfgang-Realschule in Zweibrücken ausgelöst. „Aus Verärgerung“, so die Polizei, hatte er eine „Amok“-Drohung in eine Chatgruppe von Mitschülern eingestellt. Mehrere Funk- und Zivilstreifenbesatzungen rückten an die Schule aus und stellten sicher, dass keine Gefahr bestand. Den Jungen traf die Polizei zu Hause an und stellte ihn zur Rede. „Dabei wurde schnell deutlich, dass die Drohung keinen realen Hintergrund hatte“, schreibt die Polizei. Nichtsdestotrotz wurde ein Strafverfahren gegen den noch nicht strafmündigen Schüler eingeleitet, und das Jugendamt wurde über den Sachverhalt in Kenntnis gesetzt. Ob und gegen wen die Kosten des Einsatzes geltend gemacht werden können, prüft nun die Polizeiverwaltung. Der Unterricht an beiden Standorten der Schule lief während des Polizeieinsatzes weiter.

Der Leiter der Zweibrücker Polizei, Matthias Mahl, wollte sich auf Nachfrage nicht näher äußern, über was sich der Schüler geärgert hatte, um keine Rückschlüsse auf die Person zu ermöglichen. Auch die genaue Zahl der eingesetzten Beamten wollte er nicht nennen. Es seien mindestens fünf Fahrzeuge ausgerückt, sagte er. Dass die Polizei das Ganze an die Staatsanwaltschaft abgibt, obwohl der Schüler noch nicht strafmündig ist, sei normal: „Wir legen das der Staatsanwaltschaft vor, auch wenn es keine Strafe geben kann.“

x