Zweibrücken Mit viel Glück zum Titel

Erzielte den späten Ausgleich, der zum Elfmeterschießen führte: Rieschweilers Maximilian Buchholz (rechts).
Erzielte den späten Ausgleich, der zum Elfmeterschießen führte: Rieschweilers Maximilian Buchholz (rechts).

«WINTERBACH.» Die SG Rieschweiler ist Meister der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben. Am Samstag gewann die hauptsächlich aus Bezirksliga-Spielern bestehende Mannschaft das Finale auf dem Sportplatz des SV Winterbach mit 7:5 nach Elfmeterschießen gegen die SG Oberarnbach-Obernheim/Kirchenarnbach. Am Ende der regulären 60 Turnierminuten stand es 3:3. Obernheim, das ebenfalls in der Bezirksliga Westpfalz spielt, fehlten zum Sieg nur eineinhalb Minuten.

Bis dahin führte der Tabellenfünfte der abgelaufenen Runde völlig verdient mit 3:2. Rieschweiler startete eher lasch in die Partie; dass die Einstellung anfangs nicht stimmte, zeigte sich schon beim Warmlaufen. So jedenfalls die Einschätzung von Spielertrainer Daniel Preuß, der sich mit seiner Truppe vom Anpfiff weg starkem gegnerischem Druck ausgesetzt sah. Die Obernheimer waren aggressiver, griffen schon an der SGR-Strafraumgrenze an und waren ausgesprochen abschlussfreudig. Vor allem Michael Schuhmacher und Nils Becker versuchten es, ohne lange zu fackeln aus jeder möglichen Position. Die Führung fiel nach einer Viertelstunde: Da wurde Schuhmacher steil angespielt, er ließ Rieschweilers Torwart Timo Hauck aussteigen und setzte den Ball ins Netz. Diesem 1:0 ließen die Kicker um Mittelfeldstratege Yannick Schording wenig später den zweiten Treffer folgen, Nils Becker spritzte in eine Schording-Flanke, Keeper Hauck war wieder chancenlos. Hätte Obernheim in dieser Phase seine weiteren Chancen genutzt, wäre die Partie wohl zur Halbzeit entschieden gewesen. In den Schlussminuten des ersten Abschnitts wurde die SG Rieschweiler aber engagierter, der Anschlusstreffer fiel per Foulelfmeter. Obernheims Torsteher Michael Westrich hatte den über rechts angreifenden Daniel Preuß zu Fall gebracht, den Strafstoß verwandelte Nico Freiler. Da waren 25 Minuten gespielt, für die SG Rieschweiler war wieder was drin. Kurz vor dem Pausenpfiff bediente Verbandsliga-Spieler Dylan Sodji den mitgelaufenen Maximilian Buchholz, der schoss satt zum Ausgleich ein. Rieschweiler wollte im Anschluss die Partie drehen, hatte zu Beginn der zweiten 30 Minuten einige Möglichkeiten. Die Obernheimer Angriffsbemühungen waren aber wieder effektiver, in der 35. Minute zog erneut Michael Schuhmacher sehenswert aus halbrechter Position mit Macht ab – 3:2. Bis zur Schlussphase hätten beide Teams Tore erzielen können, Rieschweiler vergab die dickeren Chancen. In der Nachspielzeit, die den Oberarnbachern viel zu lange dauerte, erzwang schließlich ein Flachschuss von Maximilian Buchholz die Elfmeter-Entscheidung. Beim Strafstoßschießen landeten zwei Obernheimer Schüsse über dem Tor, Rieschweiler blieb ohne Fehlversuch. SGR-Coach Daniel Preuß sprach hinterher von Glück, das den Titel eingebracht habe. „Die hatten mehr Zug“, räumte er ein, dass der Gegner über die gesamte Spielzeit eigentlich die bessere Leistung gebracht hatte. Obernheims Spielleiter Christian Feick gratulierte fairerweise per Handschlag, meinte nur vielsagend: „Fußball kann eben grausam sein.“ Das Spiel um Platz drei gewann die SG Knopp/Wiesbach mit 5:1 gegen den VfL Wallhalben. Für die Knopper Treffer waren Anas Moutalib (2), Leon Stuppi, Valter Almeida und Sven Vogelsang verantwortlich, Schütze für den VfL war Fabian Gries.

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