Zweibrücken Mit neuer Kraft ins Derby

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ZWEIBRÜCKEN. Die Niedergeschlagenheit nach der 1:3-Niederlage gegen Pfeddersheim ist beim SVN Zweibrücken frischem Tatendrang gewichen. Vor dem Oberliga-Derby beim FK Pirmasens II (morgen, 15 Uhr, Stadion Husterhöhe) dirigierte Trainer Sorin Radu eine engagierte Truppe im Training.

Ein neues Gesicht hat die Übungseinheiten mitabsolviert, sein Einsatz kommt aber noch zu früh: Fotso Kengne Arnaud Ghislain stieß Ende August vom schweizerischen Fünftligisten FC Grenchen zu den Zweibrückern, soll dort die linke Außenbahn beleben. „Er spielte in der Jugend bei Paris St. Germain, ist schnell auf der linken Seite. Er ist auch frei, braucht aber noch Zeit“, sagt Radu mit Blick auf die Verfassung des 21-Jährigen. Gestern Abend sollte der SVN-Kader mit einem zweiten Torwart komplettiert werden. Nach der Verpflichtung von Angreifer Johann Bernard, der bereits zweimal auf dem Platz stand, verfüge der SVN über „vier Stürmer, die alle relativ fit sind“, sagt Radu. Gegen Pfeddersheim ließ er mit drei Spitzen stürmen, als Knackpunkt machte er das 0:1 aus. „Du darfst nicht solche Tore kassieren“, ärgert sich der Übungsleiter, zumal wenige Minuten später das 0:2 folgte. Die Niederlage gegen die Rheinhessen war ein Rückschlag in einer Phase, von der der Trainer glaubte, dass die Mannschaft weiter sei. Wenn man 23 Leute zusammenbringe, um in fünf Wochen eine Mannschaft zu formen, dann sei auf dem Niveau, wie in der Oberliga Fußball gespielt werde, auch ein Rückschlag möglich. „Ich hätte mir gewünscht, dass es nicht so lange dauert“, sagt Radu mit Blick auf das fehlende Erfolgserlebnis, das auch die Blockaden in den Köpfen seiner Spieler lösen könnte. „Ich glaube an diese Jungs, sie zeigen jeden Tag, dass sie wollen. Wir ärgern uns alle, dass wir die Punkte nicht haben“, bemerkt er. Die Misserfolgsserie sei auch eine Kopfsache. „Ich kann nicht in die Köpfe meiner Spieler sehen“, bemerkt er und arbeitet im Training daran, dass ein Gegentreffer nicht als K.o. angesehen werden darf. „Wir müssen weiter Gas geben, müssen uns länger konzentrieren“, fordert er. Die Klasse zu halten, sei das Ziel, betont Radu. „Es ist schwierig, es sind ein paar Spieler, die die Qualität haben, Oberliga zu spielen. Aber ich habe auch gesehen, dass es im Vergleich zu anderen Mannschaften keine großen Unterschiede waren“, bemerkt er. Ein Hoffnungsträger für das Derby in Pirmasens ist Orji Ezekiel Onyema Obichi. Für den 22-jährigen Kameruner liegt nach fünf Wochen Wartezeit die Spielgenehmigung vor, er soll im defensiven Mittelfeld die Fäden ziehen. „Für uns ist er ein wichtiger Spieler. Er spielt klare Bälle und hat ein gutes Auge“, sagt Radu. „Wir wollen den ersten Heimsieg“, sagt FKP-II-Trainer Sebastian Reich. Sieben seiner acht Punkte holte der Aufsteiger auf des Gegners Platz, punktete unter anderem dreifach in Mehring. Reich, der 2011 für ein halbes Jahr das SVN-Trikot trug, spricht mit Respekt vom Tabellenletzten: „Man sieht, dass die Mannschaft zusammenwächst, sich defensiv und taktisch verbessert zeigt und nach vorne für ein Tor gut ist.“ (daa/pea) So spielen sie SVN Zweibrücken: Rommelfanger - El Gourari, Osmantsa, Diau, Müller - Gündüz, Obichi, Smith - Bernard, Vrbarac, Dakaj. (daa)

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