Zweibrücken Mit Klassik im Herzen

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Am 12. März und am 2. April gibt das neue Duo Classical in corde suo seine ersten Konzerte. Dann sind Mezzosopranistin Nadja Müller und Pianist Stefan Schöner in der Mörsbacher und in der Großbundenbacher Kirche zu hören. In drei Monaten erscheint die erste CD.

Stefan Schöner ist Profimusiker. Der 56-Jährige aus Thaleischweiler-Fröschen hat in Mainz Musik studiert, an Klavier und Querflöte. Mit der Mörsbacher Sopranistin gibt er nun seinen Wiedereinstand als Musiker in der Klassik. Schöner betreibt in Zweibrücken eine Musikschule. Darüber hinaus kennt man ihn als Mitglied der Coverband Beyond the Doors. In Kaiserslautern leitet er noch einen Gospelchor, für den er auch Lieder komponiert. Der Betreiber eines Musikverlags tritt zudem mit Bands im Raum Frankfurt und Wiesbaden auf. Nadja Müller ist in einer musikalischen Familie aufgewachsen. Gesungen wurde dort bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Ihre Stimme bildete die 48-Jährige konstant aus, besonders intensiv in den vergangenen vier Jahren. Nun setzt die Mezzosopranistin beruflich voll und ganz auf die Musik. Seit September probt das Duo, dessen Name aus dem Lateinischen übersetzt „Klassik im Herzen“ bedeutet. Es hat auch schon eine CD aufgenommen, die das Konzertprogramm enthält. Kennengelernt hat es sich dank Ronny Stenger, Schlagzeuger bei Beyond the Doors. Eine CD wurde deshalb schon aufgenommen, „weil ich ein Potenzial in unserem Projekt sehe“, ist Schöner überzeugt. Mit der Sängerin konzertiert er erstmals seit 30 Jahren wieder in klassischer Musik. „Es gab vorher nie die Zeit dafür. Ich hatte immer so viel zu tun“, begründet der Pianist die lange Klassik-Pause. Für ihn gibt es keinen Unterschied zwischen unterhaltsamer und ernster Musik. „Musik ist Musik. Ein Beethoven drückt sich aus. Ein Jazz-Musiker drückt sich aus. Das geschieht alles mit der gleichen Intensität. Das Anliegen als Mensch, der Wille, sich auszudrücken, war vor 400 Jahren der Gleiche wie heute.“ Schöner untermauert seine These mit einer provozierenden Aussage. Die Musik der Doors, die er mit Beyond the Doors nachspielt, sei Kammermusik, „weil deren Musik nicht von einem Orchester, sondern einer kleinen Besetzung gespielt wird.“ Mit Nadja Müller widmet sich Schöner nun der Oper, der Operette und den Kunstliedern. So wird Müller unter Schöners Begleitung unter anderem Franz Schuberts „Die Forelle“ singen. Zwischen die gesungenen Lieder streut Schöner die „Papillons“ von Robert Schumann ein. Die Herausforderung bei dem gemeinsam erarbeiteten Programm unter dem Motto „Frühling“ sei der Zusammenhalt zwischen Instrument und Stimme. Nadja Müller erklärt das anhand von „Der Engel“ aus den Wesendonck-Liedern des Richard Wagner: „Man ist so verbunden in der Musik. Man geht auf die Bühne und ist ein wenig nervös. Man ist in der Musik drinnen und merkt, dass es okay ist. Es macht richtig Spaß, bei Wagner. Dann fliegen Stefans Hände über das Klavier.“ „Die Musik, die wir spielen, ist die, die früher meine Oma gehört hat“, verrät Schöner. „Franz Lehár habe ich als Kind mitbekommen. Das hat man damals im Fernsehen gesehen. Vor ein paar Jahren hätte ich noch gesagt, dass ich mir so etwas nicht mehr anhöre. Aber wenn man Musik spielt, die bei den Komponisten aus dem Herzen kommt, dann entdeckt man deren Qualität. Das sind tolle Kompositionen.“ Müller ergänzt: „Es wird ja immer behauptet, die Operette sei leichter als die Oper. Ich finde aber, dass sie den gleichen Schwierigkeitsgrad wie die Oper hat. Meistens ist sie rhythmisch auch nicht so einfach.“ Info Classical in corde suo tritt am Sonntag, 12. März, 16 Uhr, in der Dreifaltigkeitskirche Mörsbach und am Sonntag, 2. April, 16 Uhr, in der Martinskirche in Großbundenbach auf. Der Eintritt kostet sieben Euro, ermäßigt fünf Euro. Die Konzerte dauern zweimal 45 Minuten. Zu hören sind auch Kompositionen von Antonin Dvorák, Robert Stolz und Ernesto de Curtis.

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